Tether (USDT) hat eine strategische Investition in Whop.com getätigt, einen digitalen Marktplatz mit 18,4 Millionen Nutzern und rund 3 Milliarden US-Dollar jährlichen Einnahmen für Creator.
Der Deal beinhaltet eine technische Integration des Wallet Development Kit von Tether in die Zahlungsinfrastruktur von Whop.
Die am 25. Februar bekannt gegebene Partnerschaft wird Whop-Nutzern die Möglichkeit geben, in den Stablecoins USDT und USDA zu transagieren. Die Höhe der Investition wurde nicht offengelegt.
Whop meldete ein Wachstum des Brutto-Transaktionsvolumens von etwa 25 % Monat für Monat, allerdings wurde für diese Zahl keine unabhängige Bestätigung vorgelegt.
Was geschehen ist
Im Rahmen der Vereinbarung wird Whop das Wallet Development Kit von Tether – eine Self-Custody-Infrastrukturschicht – direkt in seine Plattform integrieren.
Das WDK ist darauf ausgelegt, es Nutzern zu ermöglichen, Gelder zu halten und zu transferieren, ohne sich auf Drittverwahrer zu stützen, und Kreditvergabe sowie -aufnahme über DeFi-Protokolle zu ermöglichen.
Paolo Ardoino, CEO von Tether, stellte die Investition als Teil einer breiteren Initiative dar, Stablecoin-Infrastruktur in die „reale wirtschaftliche Aktivität“ einzubetten, anstatt in spekulatives Trading.
Tether gibt derzeit an, in seinem Ökosystem mehr als 530 Millionen Nutzer und über 180 Milliarden US-Dollar an ausgegebenen digitalen Dollars zu haben und ist damit der größte Stablecoin-Emittent nach Marktkapitalisierung.
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Warum das wichtig ist
Whop fungiert als Marktplatz für digitale Produkte – Software, Communities und Online-Dienstleistungen – mit einer internationalen Nutzerbasis in Lateinamerika, Europa und dem Asien-Pazifik-Raum.
Für Tether erweitert der Deal die Distribution in ein Segment der Internetökonomie, in dem Dollar-Abrechnungen derzeit über traditionelle Zahlungsdienstleister wie Stripe oder PayPal laufen.
Die Integration adressiert einen praktischen Reibungspunkt: Creator in Märkten mit eingeschränktem Bankzugang oder hohen Zahlungsabwicklungsgebühren. Stablecoin-Abwicklung reduziert diese Kosten theoretisch, auch wenn die tatsächlichen Adoptionsraten für derartige Integrationen in der Vergangenheit uneinheitlich waren.
Steven Schwartz, CEO und Mitgründer von Whop, sagte, die Partnerschaft solle sofortige globale Zahlungen für eine Creator-Basis ermöglichen, die „von Tag eins an global“ sei.
Das Unternehmen plant, die neuen Mittel zu nutzen, um international zu expandieren und KI-gestützte Tools für das, was es als „agentic income opportunities“ beschreibt, zu entwickeln – eine Kategorie ohne etablierte Erfolgsbilanz.
Die Investitionssumme und Tethers daraus resultierender Eigentumsanteil an Whop wurden in der Ankündigung nicht offengelegt.
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