Finanzminister Scott Bessent bestätigte am 20. Januar, dass die US-Regierung alle beschlagnahmten Bitcoin ihrer Digital-Asset-Reserve zuführen wird. Dies markiert einen grundlegenden Politikwechsel gegenüber der bisherigen Praxis, konfiszierte Kryptowährungen zu versteigern.
„Die Politik dieser Regierung ist es, beschlagnahmte Bitcoin unserer Digital-Asset-Reserve hinzuzufügen“, erklärte Bessent stated und bekräftigte damit das Bekenntnis der Regierung, Reserven durch Beschlagnahmen der Strafverfolgungsbehörden statt durch Käufe am offenen Markt aufzubauen.
Die Bestätigung erfolgt, nachdem die im März 2025 per Trumps Executive Order angekündigte Strategische Bitcoin-Reserve aufgrund rechtlicher Hürden weiterhin nicht umgesetzt ist, obwohl die Regierung etwa 198.000 Bitcoin im Wert von 17–20 Milliarden Dollar hält.
Was passiert ist
Bessents Erklärung stellt eine Abkehr von der jahrzehntelangen US-Praxis dar, bei der beschlagnahmte Bitcoin aus Strafverfahren an die Öffentlichkeit versteigert wurden und so das Marktangebot erhöhten.
Der Finanzminister hatte bereits im August 2025 angedeutet, dass die Regierung Bitcoin-Verkäufe einstellen und beschlagnahmte Vermögenswerte nutzen werde, um die Reserve ohne Belastung der Steuerzahler aufzubauen.
Allerdings enthüllte der Krypto-Berater des Weißen Hauses, Patrick Witt, am 13. Januar, dass „obskure Rechtsvorschriften“ die formale Umsetzung der Reserve weiterhin blockieren – fast 10 Monate nach Trumps Executive Order.
Das Justizministerium und das Office of Legal Counsel arbeiten daran, regulatorische Unklarheiten zu beseitigen, die Behörden daran hindern, beschlagnahmte Bitcoin in die Verwahrung des Finanzministeriums zu überführen.
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Warum das wichtig ist
Der Politikwechsel behandelt Bitcoin als strategischen Reservewert ähnlich wie Gold oder Erdöl, statt als „Schmuggelware“, die gegen Dollar liquidiert wird.
Die Einbehaltung beschlagnahmter Bitcoin entzieht dem Markt effektiv Angebot und könnte so den Preis stützen, während Strafverfolgungsbehörden weiterhin Kryptowährungen aus kriminellen Aktivitäten und Sanktionsverstößen beschlagnahmen.
Fast die Hälfte der aktuellen Bitcoin-Bestände der Regierung stammt aus der Rückgewinnung nach dem 2022 Bitfinex hack recovery, weitere Bestände resultieren aus Ransomware-Fällen, Darknet-Märkten und Betrugsdelikten.
Die Bewertung der Reserve von 17–20 Milliarden Dollar macht die USA zu einem der größten staatlichen Bitcoin-Inhaber weltweit, auch wenn die formalen Verwahrungsmechanismen rechtlich weiterhin umstritten sind.
Bundesstaaten wie Texas, New Hampshire und Arizona haben eigene Gesetzesinitiativen für Bitcoin-Reserven vorangetrieben, während die föderale Umsetzung stockt. Texas kaufte im November 2025 Bitcoin-ETFs im Wert von 5 Millionen Dollar als „Platzhalter“.
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