Vier Trader wetten 343 Mio. Dollar gegen Bitcoin – und einer ist bereits zurückgerudert

Murtuza Merchant
Murtuza MerchantAug, 13 2026 11:50
Short positions worth $343M sit close to liquidation as Bitcoin trades near $64,000 and Ryan Lee weighs the July CPI print. (Image: Shutterstock)
Short positions worth $343M sit close to liquidation as Bitcoin trades near $64,000 and Ryan Lee weighs the July CPI print. (Image: Shutterstock)

Vier Trader halten derzeit Short-Positionen in Bitcoin (BTC) im Gesamtvolumen von 343 Millionen US‑Dollar. Ihre Zwangsliquidationsmarken liegen so dicht über dem aktuellen Kassakurs, dass bereits ein Short Squeeze droht.

Zentrale Fakten:

  • Vier Wallets kontrollieren zusammen 5.375 BTC-Shorts im Wert von rund 343 Mio. Dollar, mit Liquidationskursen zwischen 64.101 und 66.030 Dollar.
  • Einer dieser Trader hat rund 250 BTC aus einer Position über 114,4 Mio. Dollar abgebaut und dabei 33.400 Dollar Verlust realisiert, um mehr Luft zu bekommen.
  • Die Juli-Inflation lag mit 3,4 % im Rahmen der Erwartungen; Bitcoin pendelte um 64.000 Dollar, die Zinssignale für September bleiben offen.

Bitcoin-Shorts steigen auf 343 Mio. Dollar

Lookonchain bezifferte die gebündelte Baisse-Position am 12. August auf 5.375 BTC, als Bitcoin bei rund 63.835 Dollar gehandelt wurde – ohne dass eines der vier Wallets nennenswerten Puffer hatte.

Die Liquidationskurse liegen bei 64.101,12, 64.576,56, 66.006,80 und 66.030,04 Dollar. Die Bären sitzen damit in zwei engen Clustern, statt ihr Risiko breiter zu streuen. Drei dieser Marken befinden sich innerhalb von etwa 3 % des damaligen Bitcoin-Kurses.

Ein Trader auf Hyperliquid hat bereits die Nerven verloren – und dieser Schritt sagt mehr über die Enge der Positionierungen als über die absolute Verlusthöhe. Das Wallet reduzierte seine Short-Position von 1.793 BTC um rund 250 BTC. Die Position war ursprünglich 114,4 Mio. Dollar schwer; der Trader akzeptierte einen realisierten Verlust von etwa 33.400 Dollar, um den Liquidationskurs auf etwa 64.225 Dollar hinauszuschieben.

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Ryan Lee liest das CPI-Signal

Die Mechanik eines Short Squeeze ist simpel: Muss eine Börse eine Short-Position schließen, kauft sie dafür Bitcoin am Markt. Diese zusätzliche Nachfrage kann den Preis anheben – bis in die nächsten Liquidationszonen – und dort weitere Zwangskäufe auslösen.

Rund 99 Mio. Dollar der genannten Großposition sind weiterhin offen – mit einem Leverage von 40x, ursprünglich hinterlegt mit etwa 2,44 Mio. USDC (USDC), als das Wallet Anfang August eröffnete.

Nach den Juli-Inflationsdaten erholte sich Bitcoin von etwa 63.400 auf 64.100 Dollar. Die Gesamtteuerung lag bei 3,4 % gegenüber dem Vorjahr, die Kerninflation kühlte auf 2,5 % ab.

Ryan Lee, Chefanalyst bei Bitget Research, betonte, dass der im Rahmen der Erwartungen liegende Wert weder eine deutliche Neubewertung in Richtung „hawkish“ erzwang noch einen klar „dovishen“ Impuls lieferte. Damit rückt das Notenbanktreffen in Jackson Hole als nächster wirklicher Test in den Fokus.

Die Charttechnik signalisierte im selben Zeitraum eher Schwäche. Der vierstündige MACD lag mit −254,44 in einer „Death-Cross“-Konstellation, während der RSI bei 40,98 notierte – ein neutraler Bereich, der weder Bullen noch Bären einen klaren Vorteil verschafft. Der Kurs schwankte zwischen dem 200‑Perioden-Durchschnitt bei etwa 63.745 Dollar und dem 50‑Perioden-Durchschnitt nahe 64.355 Dollar.

Bitcoin in Seitwärtsband seit Juni

Der Markt bewertete die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September nach Veröffentlichung der Daten mit 44 %, nach zuvor 48 %. Kurzfristig rücken damit Marktpositionierung und technische Marken stärker in den Vordergrund als die Makrolage. Keine Seite bekam die erhoffte Klarheit.

Bitcoin bewegt sich seit Juni im Wesentlichen in derselben Handelsspanne. Damals markierte der Kurs ein Tief bei rund 59.100 Dollar, bevor eine Erholung in Richtung 64.000 Dollar innerhalb von nur 15 Minuten Short-Positionen im Umfang von 320 Mio. Dollar auslöschte. Dieses Ereignis dient den aktuellen Bären als Blaupause – und mahnende Erinnerung.

Trotz massiver Nettomittelzuflüsse von 854 Mio. Dollar in US‑Spot-Bitcoin-ETFs in der ersten Augustwoche notiert der Kurs noch immer rund 48 % unter seinem Rekordhoch vom Oktober.

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Murtuza Merchant

Murtuza ist ein erfahrener Finanzjournalist mit umfassender Erfahrung in der Berichterstattung über Kryptowährungen und Blockchain-Technologie. Er hat unter anderem für Benzinga und Cointelegraph beigetragen und über neue Trends, das regulatorische Umfeld und mehr berichtet. Du findest ihn unter @murtuza_merc auf Twitter und mmerchant001 auf Telegram. Offenlegung: Murtuza hält ATOM, AKT, TIA, INJ und OSMO.

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