Vier Trader wetten mit 343 Mio. Dollar gegen Bitcoin – einer ist bereits ausgestiegen

Short positions worth $343M sit close to liquidation as Bitcoin trades near $64,000 and Ryan Lee weighs the July CPI print. (Image: Shutterstock)
Short positions worth $343M sit close to liquidation as Bitcoin trades near $64,000 and Ryan Lee weighs the July CPI print. (Image: Shutterstock)

Vier Trader halten derzeit Short-Positionen auf Bitcoin (BTC) im Volumen von 343 Millionen US‑Dollar. Die erzwungenen Ausstiegsmarken (Liquidationen) liegen so dicht über dem Kassakurs, dass bereits ein Short Squeeze droht.

Wichtigste Punkte:

  • Vier Wallets kontrollieren zusammen 5.375 BTC an Short-Positionen im Wert von rund 343 Mio. Dollar, mit Liquidationspreisen zwischen 64.101 und 66.030 Dollar.
  • Ein Trader hat bereits rund 250 BTC eines Shorts über 114,4 Mio. Dollar abgebaut und dabei 33.400 Dollar Verlust realisiert, um mehr Puffer zu bekommen.
  • Die Juli-Inflation lag im Rahmen der Erwartungen bei 3,4 %, Bitcoin pendelt um 64.000 Dollar, die Zinsentscheidung im September bleibt offen.

Bitcoin-Shorts steigen auf 343 Mio. Dollar

Lookonchain hat die kumulierte Bärenwette am 12. August auf 5.375 BTC beziffert, als Bitcoin um 63.835 Dollar gehandelt wurde und keiner der vier Wallets nennenswerten Sicherheitspuffer hatte.

Die Liquidationsmarken liegen bei 64.101,12, 64.576,56, 66.006,80 und 66.030,04 Dollar – die Bären sind also in zwei engen Clustern positioniert, statt ihr Risiko breiter zu streuen. Drei dieser Schwellen befinden sich in einem Radius von rund 3 % zum damaligen Kurs.

Ein Trader auf Hyperliquid hat bereits die Nerven verloren – und sein Rückzug sagt mehr über die Enge der Positionierung als über die Höhe des Verlusts. Dieses Wallet hat seine Short-Position von 1.793 BTC im Volumen von 114,4 Mio. Dollar um etwa 250 BTC reduziert und dabei einen realisierten Verlust von rund 33.400 Dollar akzeptiert, um die Liquidationsschwelle auf ungefähr 64.225 Dollar hinauszuschieben.

Auch interessant: Lab der Bank of England testet digitalen Pfund und Stablecoins im KMU-Handel

Ryan Lee liest das CPI-Signal

Die Mechanik eines Short Squeeze ist bekannt: Muss eine Börse eine Short-Position schließen, kauft sie dafür Bitcoin zurück. Diese Nachfrage kann den Kurs zur nächsten Liquidationsmarke schieben – und dort weitere Zwangskäufe auslösen. Rund 99 Mio. Dollar dieser einzelnen Position bleiben mit einem Hebel von 40x offen, ursprünglich finanziert mit etwa 2,44 Mio. USDC (USDC), als das Wallet Anfang August eröffnet wurde.

Bitcoin hat sich nach dem Juli-Inflationsbericht von etwa 63.400 auf 64.100 Dollar erholt. Die Gesamtinflation stieg im Jahresvergleich um 3,4 %, während die Kernteuerung auf 2,5 % zurückging.

Ryan Lee, Chefanalyst bei Bitget Research, betonte, dass die Zahlen im Rahmen der Erwartungen weder eine deutlich restriktivere Neubewertung noch einen klaren dovishen Impuls erzwangen. Damit rückt das Notenbanktreffen in Jackson Hole als nächster echter Belastungstest in den Fokus.

Charttechnisch überwog in der Sitzung der Abwärtsdruck. Der vierstündige MACD notierte mit minus 254,44 in einem „Death Cross“, während der RSI mit 40,98 einen neutralen Bereich markierte und damit weder Bullen noch Bären einen klaren Vorteil verschaffte. Der Kurs pendelte zwischen dem 200‑Perioden-Durchschnitt bei rund 63.745 Dollar und dem 50‑Perioden-Durchschnitt bei etwa 64.355 Dollar.

Bitcoin bleibt seit Juni in der Spanne

Der Markt bepreiste nach Veröffentlichung der Daten eine 44%‑Chance für eine Zinserhöhung im September – nach zuvor 48 %. Kurzfristig rücken damit Positionierung und technische Marken stärker in den Vordergrund als Makrofaktoren. Weder Bullen noch Bären erhielten die erhoffte Klarheit.

Bitcoin handelt seit Juni weitgehend in derselben Range. Damals markierte der Kurs bei rund 59.100 Dollar ein Tief, bevor ein Rebound in Richtung 64.000 Dollar innerhalb von nur 15 Minuten Short-Positionen im Wert von 320 Mio. Dollar auslöschte. Genau dieses Ereignis dient den aktuellen Bären als mahnende Blaupause. Trotz der jüngsten Zuflüsse liegt der Kurs immer noch rund 48 % unter seinem Rekordhoch vom Oktober – obwohl US‑Spot‑ETFs in der ersten Augustwoche Nettozuflüsse von 854 Mio. Dollar verzeichneten.

Lesen Sie weiter: Claude versieht KI-Texte mit unsichtbaren Wasserzeichen nach EU-Transparenzvorgaben – Nutzer reagieren kritisch

Murtuza Merchant profile photo

Murtuza Merchant

Murtuza ist ein erfahrener Finanzjournalist mit umfassender Erfahrung in der Berichterstattung über Kryptowährungen und Blockchain-Technologie. Er hat unter anderem für Benzinga und Cointelegraph beigetragen und über neue Trends, das regulatorische Umfeld und mehr berichtet. Du findest ihn unter @murtuza_merc auf Twitter und mmerchant001 auf Telegram. Offenlegung: Murtuza hält ATOM, AKT, TIA, INJ und OSMO.

Haftungsausschluss und Risikowarnung: Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen nur Bildungs- und Informationszwecken und basieren auf der Meinung des Autors. Sie stellen keine Finanz-, Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar. Kryptowährungsassets sind hochvolatil und unterliegen hohen Risiken, einschließlich des Risikos, Ihre gesamte oder einen erheblichen Teil Ihrer Investition zu verlieren. Der Handel oder das Halten von Krypto-Assets ist möglicherweise nicht für alle Anleger geeignet. Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten sind ausschließlich die des Autors/der Autoren und repräsentieren nicht die offizielle Politik oder Position von Yellow, seinen Gründern oder seinen Führungskräften. Führen Sie immer Ihre eigenen gründlichen Recherchen (D.Y.O.R.) durch und konsultieren Sie einen lizenzierten Finanzprofi, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen.