XRP (XRP) zieht weiterhin frisches ETF-Geld an, während Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) bluten – ein seltener Token, der 2026 institutionelles Kapital anzieht.
Kernpunkte:
- XRP-Spot-ETFs verzeichneten im Mai Zuflüsse von 131,94 Millionen US‑Dollar, ihr stärkster Monat des Jahres.
- Bitcoin-Fonds verloren im selben Zeitraum rund 2,43 Milliarden US‑Dollar, Ethereum-Produkte etwa 540,88 Millionen US‑Dollar.
- Die Liquidität auf Binance ist auf ein Tief wie 2020 gesunken und macht den Markt anfällig für starke Ausschläge.
XRP-ETF-Zuflüsse steigen sprunghaft an
XRP-Spot-ETFs zogen im Mai 131,94 Millionen US‑Dollar an und verzeichneten damit ihren stärksten Monat des Jahres 2026, wie On-Chain-Daten zeigten.
Das Ergebnis übertraf alle bisherigen Monatswerte dieses Jahres und hielt an, obwohl der breitere Markt die Woche über abverkauft wurde. Bitcoin-Fonds verloren im Gegensatz dazu etwa 2,43 Milliarden US‑Dollar, während Ethereum-Produkte rund 540,88 Millionen US‑Dollar einbüßten.
Seit ihrer Auflegung verzeichneten XRP-Produkte nur einen einzigen negativen Monat, und Anfang Juni floss weiteres Geld zu, obwohl der Token nahe 1,27 US‑Dollar notierte. Eine Bankprognose sieht die Zuflüsse im ersten Jahr zwischen 4 und 8,4 Milliarden US‑Dollar, ein Ziel, das in einem voll ausgeprägten Bullenmarkt noch ungetestet ist. ETF-Gelder allein beweisen jedoch nicht, dass langfristige Spot-Investoren diese Überzeugung teilen.
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Warnung bei der Liquidität
Der Spotmarkt trägt weiterhin eine Warnflagge. Die XRP-Liquidität auf Binance ist auf den niedrigsten Stand seit Januar 2020 gefallen, mit einem 30‑Tage‑Index nahe 0,043.
Das offene Interesse an Futures lag derweil bei rund 488,3 Millionen US‑Dollar, nahe dem oberen Ende seiner Zwei-Monats-Spanne, sodass die Hebelwirkung in einem ausdünnenden Markt aktiv bleibt.
Dünne Liquidität macht einen Markt leichter beeinflussbar. Weniger Orders stehen im Orderbuch, sodass selbst ein gewöhnlicher Verkaufsauftrag sie schnell abräumen kann. Das zieht den Preis tiefer nach unten, als es in einem tieferen Markt der Fall wäre, und der Rückgang in den darauffolgenden Tagen zeigte diesen Effekt.
Analysten werten den Rückgang eher als Verschiebung der Eigentumsverhältnisse denn als nachlassendes Interesse, da Großhalter Coins in regulierte Fonds und Over-the-Counter-Desks verschieben. Wal-Abflüsse stützen diese Sicht, nachdem Binance in einer Sitzung Abflüsse von rund 122 Millionen XRP verzeichnete.
Langfristige Halter bauten ihre Bestände während des Rückgangs ebenfalls aus – ein Anstieg von etwa 22 % Anfang Juni, was eher auf Überzeugung als auf Panik hindeutet.
Wichtige XRP-Preismarken im Blick
XRP hat seit Anfang Februar in einem steigenden Kanal gehandelt. Der jüngste Ausverkauf testete den Boden nahe 1,18 US‑Dollar, bevor der Token in Richtung 1,21 US‑Dollar zurückprallte und sich während des Rückgangs besser hielt als seine größeren Pendants. Ein Anstieg über 1,35 US‑Dollar, was mit dem 0,618‑Fibonacci‑Level zusammenfällt, würde auf ein Plus von etwa 12,5 % hindeuten.
Ein Bruch unter 1,18 US‑Dollar würde dagegen den Kanalboden verletzen und die Unterstützungen bei 1,11 US‑Dollar und tiefer bei rund 0,95 US‑Dollar freilegen. Der Token startete ins Jahr 2026 über 2 US‑Dollar, bevor er in einem Abwärtstrend im Frühjahr abrutschte, und liegt nun rund 46 % unter seinem Januarhoch nahe 2,34 US‑Dollar. Dieser Rückgang entspricht der breiteren Krypto-Entspannung, die Bitcoin und Ethereum unter Druck gesetzt hat.
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