XRP (XRP) hat seinen größten Ausschlag bei realisierten On-Chain-Verlusten seit 2022 verzeichnet, mit fast 2 Milliarden US-Dollar an Verlusten, die innerhalb nur einer Woche registriert wurden – ein seltenes Signal, das bei seinem letzten Auftreten vor 39 Monaten einer 114%igen Kursrallye vorausging, die sich über die folgenden acht Monate erstreckte, so die Blockchain-Analysefirma Santiment.
Was geschah: Sprunghafter Anstieg der realisierten Verluste
Santiment markierte den Ausschlag am 21. Februar und stellte fest, dass die wöchentlichen realisierten Verluste bei rund -1,93 Milliarden US-Dollar lagen – dem höchsten Stand seit 2022. Realisierte Verluste messen den gesamten Wertverlust, der entsteht, wenn Inhaber Coins unter ihrem Kaufpreis verkaufen – ein Messwert, den Analysten als Proxy für Kapitulation verwenden.
Beim letzten Mal, als die Kennzahl ein vergleichbares Niveau erreichte, legte XRP in etwa acht Monaten um 114 % zu. Diese historische Episode hat erneut Aufmerksamkeit auf sich gezogen, auch wenn die spezifischen Marktbedingungen, die damals die Rallye stützten, sich nicht zwingend wiederholen müssen.
Zum Zeitpunkt der Berichte wurde XRP bei etwa 1,45 US-Dollar gehandelt, rund 1,50 % höher auf 24-Stunden-Sicht, aber etwa 24 % im Monatsvergleich im Minus. Der Token bewegte sich weitgehend im Gleichschritt mit Bitcoin (BTC) während einer breiteren Markterholung.
Einige Analysten haben frühere Zyklustiefs genutzt, um anhand eines Multiplikators von etwa 2,8 ein mögliches Makro-Tief zwischen 0,75 und 0,85 US-Dollar zu schätzen. Unterdessen kursieren online deutlich aggressivere Prognosen – CryptoBull, ein Analyst in sozialen Medien, veröffentlichte Ziele von 13 US-Dollar bis März, 27 US-Dollar bis April und 70 US-Dollar bis Mai. Solche Projektionen würden dramatische Kapitalzuflüsse erfordern und liegen weit über typischen Marktkapitalisierungs-Ausweitungen.
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Warum das wichtig ist: Zyklussignal kehrt zurück
Die Kennzahl der realisierten Verluste wird genau beobachtet, weil sie dazu neigt, in der Nähe größerer Markttiefs stark anzusteigen. Wenn viele Inhaber gleichzeitig mit Verlust verkaufen, signalisiert das oft, dass schwächere Positionen bereinigt wurden und damit möglicherweise der Weg für eine Verschiebung von Angebot und Nachfrage frei wird.
Ob sich die Geschichte wiederholt, hängt von der eingehenden Nachfrage, der allgemeinen Stimmung am Kryptomarkt und anhaltendem Kaufdruck in den kommenden Wochen ab. Vorerst hat das Datenbild die Kennzahl für Trader wieder in den Fokus gerückt, die nach Anzeichen für einen Zyklusboden Ausschau halten.
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