Michael Saylor verteidigte Strategy nach seinem seltenen Verkauf von Bitcoin (BTC), der während eines starken Marktrückgangs Kritik auslöste.
Wichtige Punkte:
- Strategy verkaufte zwischen dem 26. und 31. Mai 32 BTC für etwa 2,5 Millionen US‑Dollar.
- Bitcoin ist seit der Veröffentlichung am 1. Juni fast 15 % gefallen, während die MSTR‑Aktie 24 % verlor.
- Saylor sagte, er habe nie versprochen, dass das Unternehmen niemals Bitcoin verkaufen würde.
Saylors Bitcoin-Verkauf
Saylor sprach die Kontroverse auf der BTC Prague‑Konferenz an, wo er sagte, seine „niemals verkaufen“-Botschaft richte sich an einzelne Bitcoin‑Holder, nicht an Strategy als börsennotiertes Unternehmen.
„Übrigens, ich habe zu euch gesagt, verkauft niemals eure Bitcoin. Ich habe nie gesagt, dass das Unternehmen keine Bitcoin verkaufen würde. Und jeder, der unseren Earnings Call verfolgt oder unsere Offenlegungen liest oder halbwegs bei Verstand ist, weiß, dass wir in den letzten fünf Jahren sehr klar gesagt haben, dass wir natürlich Bitcoin verkaufen, wenn wir müssen“, sagte er.
Strategy gab am 1. Juni bekannt, dass das Unternehmen zwischen dem 26. und 31. Mai 32 BTC für etwa 2,5 Millionen US‑Dollar verkauft hat. Die Firma veräußerte die Coins zu einem Durchschnittspreis von 77.135 US‑Dollar, über den angegebenen Anschaffungskosten von 75.699 US‑Dollar pro BTC.
Der Verkauf war der erste von Strategy seit Jahren und verunsicherte Teile des Marktes, obwohl Saylor bereits Anfang Mai signalisiert hatte, dass ein Verkauf möglich bleibe. Bitcoin ist seit der Offenlegung fast 15 % gefallen, während die MSTR‑Aktie 24 % nachgab.
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Kritik an Strategy
Die Kritik verstärkte sich, nachdem Jim Cramer auf X schrieb, „Saylor hat Bitcoin ermordet“. Saylor machte für den Ausverkauf jedoch die wachsende Begeisterung der Anleger für Aktien aus dem Bereich Künstliche Intelligenz verantwortlich, nicht den Verkauf von Strategy.
Arca wies diese Sichtweise in einem wöchentlichen Anlegerbrief zurück.
Chief Investment Officer Jeff Dorman schrieb, die Schwäche sei „offensichtlich auf die Saylor/MSTR‑News zurückzuführen“, trotz dessen, was er als „Gaslighting“ durch das Unternehmen und andere Bitcoin‑Bullen bezeichnete.
Strategy kauft trotz des Streits weiter zu. Das Unternehmen hat kürzlich 1.550 BTC für mehr als 100 Millionen US‑Dollar hinzugefügt und damit seine Gesamtbestände auf 845.256 BTC zu einem durchschnittlichen Kaufpreis von 75.680 US‑Dollar pro Coin erhöht.
Der jüngste Verkauf erinnerte auch an Strategys vorherige Bitcoin‑Veräußerung im Dezember 2022, als die Kryptomärkte unter dem Druck von Zinserhöhungen, dem Zusammenbruch von FTX und Ansteckungseffekten bei Kreditgebern und Hedgefonds standen.
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