Apple startet iPhone‑Leasing ab 17,99 US‑Dollar im Monat über Klarna

Apple startet iPhone‑Leasing ab 17,99 US‑Dollar im Monat über Klarna

Apple bietet seit Dienstag in den USA iPhones, iPads, Macs und Apple Watches im Leasingmodell an – mit Einstiegspreisen ab 17,99 US‑Dollar pro Monat für ein iPhone.

Die wichtigsten Punkte:

  • Apple Upgrade ist in den USA gestartet; die Leasingverträge für iPhone, Apple Watch, Mac und iPad stammen von Klarna.
  • Laufzeiten: 12 oder 24 Monate für iPhone und Apple Watch, 24 oder 36 Monate für Mac und iPad.
  • Das Programm ersetzt das iPhone Upgrade Program und folgt deutlichen Preiserhöhungen im Juni infolge eines Engpasses bei Speicherchips.

Konditionen und Preise von Apple Upgrade

Das Unternehmen hat das Programm angekündigt und nennt es Apple Upgrade. Klarna, ein Finanzierer, der für „Buy now, pay later“-Modelle bekannt ist, stellt die Verträge. Kunden können online, in der Apple‑Store‑App oder direkt im Store abschließen; Voraussetzung ist jeweils eine sogenannte „Soft Inquiry“ der Bonität, die die Kreditwürdigkeit formal nicht verschlechtert. Parallel dazu hat Apple in den USA das iPhone Upgrade Program und die iPhone Ratenkaufoption eingestellt.

iPhone‑ und Apple‑Watch‑Leasingverträge laufen über 12 oder 24 Monate, Mac‑ und iPad‑Verträge über 24 oder 36 Monate. Die monatlichen Raten beginnen bei 17,99 US‑Dollar für ein iPhone, 11,99 US‑Dollar für eine Apple Watch, 24,99 US‑Dollar für einen Mac und 11,99 US‑Dollar für ein iPad. Eine Inzahlungnahme reduziert die jeweilige Monatsrate.

Wie bekannt wurde, schließt Apple mehrere Geräte aus, darunter das iPhone 16, die Apple Watch SE, das MacBook Neo und den Mac mini. Am Ende der Laufzeit können Kunden auf ein aktuelleres Modell upgraden, das bestehende Gerät mit einer Einmalzahlung übernehmen oder es zurückgeben und aussteigen. Wer den Vertrag vorzeitig beendet, muss mit spürbaren Strafgebühren rechnen. Läuft ein Vertrag über das vereinbarte Ende hinaus weiter, wird er für bis zu sechs Monate in ein monatlich kündbares Modell überführt.

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Analysten erwarten kürzere iPhone‑Erneuerungszyklen

Karen Rasmussen, Verantwortliche für den Online‑Apple‑Store, betont, das Modell biete Kunden eine flexiblere Zahlungsstruktur für die gewünschte Hardware. Statt des vollen Kaufpreises rücke eine monatliche Rate in den Vordergrund, die sich nahtlos neben Mobilfunk‑ und andere Rechnungen einordnen lasse.

Marktbeobachter werten den Schritt als Volumenstrategie.

Der durchschnittliche iPhone‑Erneuerungszyklus hat sich nach Schätzungen von Bernstein auf knapp vier Jahre verlängert. Ein Leasing mit fest eingeplanter Upgrade‑Option dürfte diesen Zeitraum verkürzen.

Nabila Popal, Senior Research Director bei IDC, weist darauf hin, dass Kunden in entwickelten Märkten ohnehin meist auf Ratenkauf oder Inzahlungnahme setzen. Vor diesem Hintergrund seien aggressivere Angebote wie Apple Upgrade zu erwarten gewesen.

Chipmangel als Treiber hinter Apples Preissprüngen

Das Leasingangebot folgt auf ein Jahr massiver Spannungen in der Lieferkette. Die starke Nachfrage von KI‑Rechenzentren zieht Speicher‑ und Flash‑Kapazitäten von Smartphones und Laptops ab – in der Branche ist bereits von „RAMageddon“ die Rede, wie es ein Bericht nennt.

Apple hat am 25. Juni die Preise quer durch das Produktportfolio – von Macs und iPads über Home‑Geräte bis hin zu Vision Pro – angehoben, die erste breit angelegte Preiserhöhung über mehrere Produktreihen hinweg.

So ist das Basismodell des MacBook Air laut einem Bericht gestiegen von 1.099 auf 1.299 US‑Dollar. Das iPad Air kletterte von 599 auf 749 US‑Dollar, und das Einstiegsmodell des MacBook Neo liegt nun bei 699 US‑Dollar. Microsoft zog in derselben Woche nach, erhöhte die Preise für die Xbox und verwies ebenfalls auf die hohen Chipkosten.

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