Binance gehen in Europa die Türen aus, während die MiCA-Uhr auf Null zuläuft

Binance gehen in Europa die Türen aus, während die MiCA-Uhr auf Null zuläuft

Binance sucht dringend nach einem neuen Weg, um weiterhin in der Europäischen Union tätig zu sein, nachdem Gespräche mit drei nationalen Aufsehern ins Stocken geraten sind – und dem Unternehmen bleibt nur noch etwa eine Woche zur Einhaltung.

Zentrale Punkte:

  • Binance jagt einem neuen Weg zur EU-Zulassung hinterher, nachdem der Lizenzantrag in Griechenland gescheitert ist.
  • Aufseher in Irland, Lettland und Griechenland stellten sich gegen die Börse und verwiesen auf frühere Strafen und ihre komplexe Struktur.
  • Dem Unternehmen bleibt ungefähr eine Woche, bevor sein Recht, im 27‑Länder‑Block zu operieren, ausläuft.

Binance sucht neuen EU‑Weg

Gillian Lynch, Leiterin Europa und Vereinigtes Königreich des Unternehmens, betont, dass die Börse die Region trotz des ins Stocken geratenen Vorstoßes in Griechenland nicht aufgeben werde. Sie sagte, Binance könne einen anderen Weg zur Genehmigung einschlagen und prüfe bereits Alternativen, falls die griechische Tür verschlossen bleibt. Ein erzwungener Rückzug würde sich auf eine Nutzerschaft auswirken, die die Börse selbst auf mehr als 300 Millionen weltweit beziffert.

Aufseher in Irland, Lettland und Griechenland hätten sich laut mit den Gesprächen vertrauten Personen allesamt gegen die Annäherungsversuche des Unternehmens gestellt. Ihre Vorbehalte konzentrierten sich auf frühere Geldwäsche‑Strafen, eine verschachtelte internationale Konzernstruktur und eine Kultur, die sie als zu risikofreudig einschätzten. Athen wiederum hat bislang keinem Anbieter eine MiCA‑Lizenz erteilt.

Lynch sagte, Binance habe sich an vier oder fünf Aufsichtsbehörden im Block gewandt, aber nur einen formellen Antrag in Griechenland eingereicht. Sie kann die Ablehnung weiterhin nicht erklären und beharrt darauf, dass der Antrag keine offenen Punkte enthalten habe.

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MiCA‑Frist setzt Börsen unter Druck

Unter MiCA ermöglicht eine einzige nationale Lizenz einer zugelassenen Plattform, ihre Dienste per „Passporting“ in allen 27 Mitgliedstaaten anzubieten, ohne separate Genehmigungen einholen zu müssen. Mehr als 3.000 Unternehmen waren einst unter einem Flickenteppich nationaler Regeln tätig, doch nur rund 220 verfügen nun über eine volle Zulassung. Diese Auslese verschafft Wettbewerbern, die sich frühzeitig eine Genehmigung gesichert haben, einen klaren Vorteil.

Ohne Lizenz müsste Binance die Bedienung des Blocks einstellen, sobald die Übergangsfrist am 1. Juli endet. Coinbase, Kraken und andere zugelassene Handelsplätze können hingegen weiterhin ohne Unterbrechung europäische Kunden aufnehmen.

Binance’ griechischer Vorstoß zerfällt

Binance stellte den Antrag im Januar über eine griechische Tochtergesellschaft und setzte darauf, dass ein Aufseher ohne frühere Genehmigungen schneller handeln würde als ausgelastete Finanzzentren. Anfang dieses Monats warnte ein Bericht, dass die Hellenic Capital Market Commission kurz davor stehe, den Antrag abzulehnen. Die Börse weist diese Darstellung entschieden zurück.

CEO Richard Teng hat das Bekenntnis des Unternehmens zu Europa und zu einem klaren, harmonisierten Regelwerk für den gesamten Sektor bekräftigt. Das Unternehmen verweist weiterhin auf seine rund 1.500 Compliance‑Mitarbeiter als Zeichen seines guten Willens. Dennoch laufen Alt‑Genehmigungen in Frankreich und Italien in wenigen Tagen aus, was nur geringen Spielraum lässt.

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