Bitcoin (BTC) ist am Montag unter 77.000 US‑Dollar gefallen, nachdem neue militärische Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran die globalen Märkte verunsicherten. Größere Transfers auf Kryptobörsen verstärkten zusätzlich die Sorge vor weiterem Verkaufsdruck.
Wichtige Punkte:
- Neue US‑Angriffe auf iranische Ziele ließen Bitcoin binnen rund einer Stunde von über 79.000 auf unter 77.000 US‑Dollar abrutschen.
- Brent-Rohöl stieg über 90 US‑Dollar, da Händler neue Angebots- und Inflationsrisiken einpreisten.
- Wintermute überwies innerhalb von zwei Tagen rund 5.100 BTC an Binance, während sich Krypto-Liquidationen der Marke von 400 Millionen US‑Dollar näherten.
Bitcoin-Verkaufswelle
Die Nachrichtenagenturen Associated Press und Reuters berichteten, dass US‑Streitkräfte am Sonntag zwei iranische Abschussrampen auf der Insel Larak in der Straße von Hormus angegriffen haben – die ersten bekannten US‑Luftschläge auf iranisches Territorium seit Ende Juli. Teheran reagierte mit Angriffen auf zwei US‑Stützpunkte in Jordanien und beendete damit eine rund einmonatige Phase ohne direkte militärische Konfrontation.
Brent-Öl stieg um mehr als 2 % auf über 90 US‑Dollar je Barrel, während asiatische Aktienmärkte nachgaben. Japans Nikkei verlor etwa 2 %, und der Yen schwächte sich auf über 160 je US‑Dollar ab – vor dem Hintergrund der restriktiven Signale von Fed-Chef Kevin Warsh auf dem Jackson-Hole‑Treffen.
Bitcoin büßte mehr als 2.000 US‑Dollar ein, nachdem die Leitwährung am Sonntagabend noch über 79.000 US‑Dollar notiert hatte. On‑Chain‑Daten zeigten, dass Wintermute an zwei Tagen 5.100 BTC im Wert von rund 399 Millionen US‑Dollar an Binance transferierte – wobei Einzahlungen auf Börsen nicht automatisch bedeuten, dass der Market Maker diese Bestände tatsächlich abgestoßen hat.
Die Abwärtsbewegung erfasste auch Ethereum (ETH), das von über 2.500 auf unter 2.400 US‑Dollar zurückfiel. On‑Chain‑Analysen zufolge transferierte ein Großinvestor zehntausende ETH an Börsen, während Daten von CoinGlass Liquidationen im Umfang von rund 400 Millionen US‑Dollar auswiesen.
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Warsh warnt vor Inflationsrisiko
Der Ölpreissprung könnte den Inflationskurs der US‑Notenbank zusätzlich erschweren – zumal Warsh bereits signalisiert hat, dass die Geldpolitik länger restriktiv bleiben könnte. Reuters zitierte IG‑Analyst Tony Sycamore, der warnte, eine erneute Eskalation könnte den US‑Ölpreis weiter antreiben und damit ein zusätzliches makroökonomisches Risiko für spekulative Anlagen schaffen.
Den Großteil der Zwangsliquidationen traf es Long‑Positionen: Innerhalb von 24 Stunden wurden rund 99.000 Trader aufgelöst, die größte Einzelliquidation betraf eine ETHUSDT‑Position über rund 6,13 Millionen US‑Dollar auf Aster.
Bitcoin war in der vergangenen Woche kurzzeitig über 80.000 US‑Dollar gestiegen, bevor der Kurs wieder unter 78.000 US‑Dollar fiel und sich am Sonntag nochmals über 79.000 US‑Dollar erholte. Die erneute Wende am Montag setzt diese Erholung nun wieder unter Druck.
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