Bitcoins (BTC) Market-Value-to-Realized-Value-Verhältnis ist auf 1,1 gefallen – den niedrigsten Stand seit Anfang 2023, als BTC nahe 23.000 US-Dollar gehandelt wurde.
Die Kennzahl nähert sich nun dem kritischen Niveau von 1,0, einer Schwelle, die historisch mit Zyklustiefs zusammenfiel und längeren Rallyes vorausging.
Am Donnerstag wurde Bitcoin bei rund 67.000 US-Dollar gehandelt, etwa 46 % unter dem Allzeithoch von rund 126.200 US-Dollar, das am 6. Oktober 2025 erreicht wurde.
Was die Daten zeigen
Das MVRV-Verhältnis vergleicht die Marktkapitalisierung von Bitcoin mit seiner Realized Cap – dem aggregierten Preis, zu dem sich alle Coins zuletzt on-chain bewegt haben.
Wenn das Verhältnis unter 1,0 fällt, sitzt das breite Angebot theoretisch auf einem nicht realisierten Verlust, und der Vermögenswert gilt nach dieser Kennzahl als unterbewertet.
CryptoQuant-Beitragender Crypto Dan merkte an, dass das MVRV zuletzt Anfang 2023 unter 1,0 gefallen ist – in einer Phase, der in den folgenden zwei Jahren eine Rallye von mehr als 500 % folgte.
Am Bitcoin-Peak im Oktober 2025 lag das Verhältnis bei 2,28 – hoch, aber deutlich unter den extremen Werten von über 3,5, die die Tops von 2017 und 2021 kennzeichneten.
Dieser Unterschied ist wichtig, argumentierte Crypto Dan. Wenn der Höhepunkt des Bullenzyklus ungewöhnlich gedämpft war, muss auch der anschließende Rückgang nicht demselben Muster früherer Bärenmärkte folgen.
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Z-Score untermauert das Bild
Eine verwandte Kennzahl – der MVRV Adaptive Z-Score – zeichnet ein noch aggressiveres Bild. CryptoQuant-Beitragender GugaOnChain meldete am Donnerstag einen Wert von -2,66, ein Niveau, das der Analyst als „Kapulationszone“ bezeichnete.
Dieser Z-Score-Wert liegt unter den Niveaus, die an den Bärenmarkt-Tiefs von 2015, 2018, dem Crash im März 2020 und der Kapitulation 2022 verzeichnet wurden.
Glassnode-Daten zeigten zudem, dass Langfrist-Investoren am 6. Februar ihre Bestände an einem einzigen Tag um rund 245.000 BTC reduzierten – ein Verteilungstempo, das Mustern ähnelt, die vor früheren Zyklustiefs beobachtet wurden.
Warum Vorsicht geboten ist
Nicht alle Analysten interpretieren diese Indikatoren als Signal für ein unmittelbar bevorstehendes Tief.
Mehrere von Cointelegraph zitierte Prognosen sehen ein mögliches BTC-Tief im vierten Quartal 2026, mit Kurszielen von nur 40.000 bis 50.000 US-Dollar.
Das Realized-Profit-to-Loss-Verhältnis von Bitcoin nähert sich ebenfalls 1,0 – einer Schwelle, bei der realisierte Verluste im Netzwerk beginnen, die Gewinne zu übersteigen.
In früheren Zyklen ging dieser Schnittpunkt eher mit verlängerten Abverkäufen als mit sofortigen Erholungen einher.
Das MVRV-Verhältnis ist ein Datenpunkt in einem komplexen Markt – kein Timing-Instrument.
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