Bittensor (TAO) fiel an einem einzigen Tag um 20 %, nachdem eine wichtige KI-Forschungsgruppe das Netzwerk verlassen und Mitgründer Jacob Steeves beschuldigt hatte, übermäßige Kontrolle über die Governance des Projekts auszuüben.
Ausstieg von Covenant AI löst TAO‑Verkaufswelle aus
Der Kurssturz folgte auf den Abgang von Covenant AI, einer Forschungsgruppe, die für das dezentrale KI‑Modell Covenant-72B bekannt ist. Die Gruppe war zuvor im Bittensor‑Netzwerk aktiv, bevor sie öffentlich behauptete, Steeves habe zu viel Macht über kritische Entscheidungen.
In ihrer offiziellen Erklärung sagte Covenant AI, dass die Emissionen an ihr Subnetz ausgesetzt, ihre Berechtigungen widerrufen und Protokolländerungen ohne ihre Mitwirkung vorgenommen worden seien. Die Gruppe bezeichnete die Situation als Beleg für zentralisierte Governance.
Der TAO‑Preis sackte kurzzeitig auf 253 US‑Dollar ab, seinen niedrigsten Stand seit Mitte März, bevor er sich leicht auf rund 263 US‑Dollar erholte.
Die Marktkapitalisierung des Tokens fiel auf etwa 2,5 Milliarden US‑Dollar.
Berichten zufolge verkaufte Covenant AI 37.000 TAO im Wert von mehr als 10 Millionen US‑Dollar im Zuge des Ausstiegs. Analysten wiesen darauf hin, dass das Verkaufsvolumen seinen höchsten Stand seit Dezember 2024 erreicht hatte – ganze 24 Stunden, bevor die Nachricht öffentlich wurde.
Trotz des heftigen Rückgangs sahen einige Marktbeobachter Aufwärtspotenzial.
Der Relative-Stärke-Index von TAO lag zum Zeitpunkt des Ausverkaufs nur bei 16. Der RSI misst Momentum auf einer Skala von 0 bis 100, wobei Werte unter 30 typischerweise als überverkauft gelten. Ein derart niedriger Wert geht oft kurzfristigen Erholungen voraus.
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TAOs volatile Schwankung im März und April
Das Timing machte den Kurssturz besonders auffällig. TAO war in den vorangegangenen 30 Tagen um rund 62 % gestiegen und von unter 200 US‑Dollar auf über 320 US‑Dollar geklettert, während sich der breitere KI‑Token‑Sektor erholte.
Dieser Aufschwung wurde teilweise durch einen Waffenstillstand zwischen den USA und Iran, der geopolitische Sorgen dämpfte, sowie dadurch befeuert, dass Grayscale das Gewicht von Bittensor in seinem KI‑Fonds Ende März auf 43 % erhöhte. Der Token hatte wenige Tage vor der Governance‑Krise einen viermonatigen Widerstand nahe 306 US‑Dollar überwunden, bevor diese Gewinne nahezu vollständig zunichtegemacht wurden.
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