BlackRock hat einen Antrag für einen börsengehandelten Bitcoin-Fonds (BTC) eingereicht, der mit Hilfe von Optionen anfängliche Verluste pro Optionsserie auf grob 10 % begrenzen soll – im Gegenzug müssen Anleger auf einen Teil der Aufwärtsbewegung verzichten.
Wichtigste Punkte:
- BlackRock hat am 19. Oktober den iShares Bitcoin Managed Protection ETF mit dem Tickersymbol PBIT beantragt.
- Der Fonds würde Optionen auf IBIT plus Kasse und kurzfristige Anleihen nutzen – ohne direkt Bitcoin zu halten.
- Die SEC hat das Produkt noch nicht genehmigt; laut Prospekt können Anleger trotz Schutzmechanik Geld verlieren.
BlackRock-PBIT-Antrag
Der weltgrößte Vermögensverwalter hat am 19. Oktober bei der US-Börsenaufsicht SEC die Zulassung für den iShares Bitcoin Managed Protection ETF beantragt, der unter dem Ticker PBIT gehandelt werden soll. Der Fonds würde weder physische Bitcoin noch Bitcoin-ETFs halten. Stattdessen soll er Optionen auf den iShares Bitcoin Trust, kurz IBIT, handeln und die übrigen Mittel in Kasse, Geldmarktfonds und kurzfristige Anleihen mit Investment-Grade-Rating parken.
PBIT soll seine Marktexponierung in der Regel über drei sich überlappende Optionsserien staffeln, von denen jeweils eine pro Monat ausläuft und durch eine neue ersetzt wird. Zum Einsatz kommen vor allem FLEX-Optionen – börsengehandelte Kontrakte mit flexibel gestaltbaren Bedingungen. Jede Serie würde Kaufoptionen mit einem Ausübungspreis von etwa 90 % des jeweiligen IBIT-Startwerts erwerben und gleichzeitig höher liegende Calls verkaufen. Das begrenzt den maximalen Gewinn, finanziert aber teilweise den Schutz nach unten.
Dadurch entsteht je Serie vor Gebühren ein anfänglicher Verlustpuffer von rund 10 %. Im Prospekt wird jedoch betont, dass diese Schwelle nicht garantiert ist: Steigt Bitcoin nach Start einer Tranche deutlich und fällt dann stark, können Verluste über diese Marke hinausgehen. Die Managementgebühr ist im Antrag noch offen. Als frühestmöglicher Wirksamkeitstermin ist der 75. Tag nach Einreichung vorgesehen; bis zum Inkrafttreten der Registrierung dürfen laut vorläufigem Prospekt keine Anteile verkauft werden.
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Seyffart hebt Trade-off hervor
James Seyffart, Senior-Analyst bei Bloomberg Intelligence, ordnet PBIT als sogenannten Buffer-ETF ein: Anleger verzichten bewusst auf einen Teil der Kurschancen, um im Gegenzug einen definierten Verlustschutz zu erhalten. Er weist darauf hin, dass es sich bereits um den dritten Bitcoin-ETF-Antrag BlackRocks handelt und der Konzern bislang nur Produkte auf Bitcoin und Ethereum (ETH) anbietet.
Seyffart zufolge wird PBIT ein Fonds nach dem Investment Company Act von 1940 sein, der systematisch Optionen rund um IBIT kauft und schreibt, um klar umrissene Ergebnisbänder zu erzeugen. Vergleichbare „Buffered“-Produkte auf Bitcoin gebe es bereits etwa von Calamos und First Trust. Der Prospekt räumt ein, dass PBIT in starken Haussephasen deutlich hinter IBIT zurückbleiben kann, obwohl er Verluste dämpfen soll; extreme Volatilität könne zudem sowohl die Gewinnchancen als auch den Schutz erheblich schmälern.
BlackRocks Bitcoin-Produktpalette
PBIT soll das Bitcoin-Angebot ergänzen, das BlackRock seit dem Start von IBIT im Januar 2024 sukzessive ausbaut. Der Spot-ETF brachte es laut Unternehmensangaben per 16. Oktober auf rund 65 Milliarden US-Dollar an Nettomittelbestand und dient nun als Referenzbasis für die PBIT-Optionen.
Bereits im Januar beantragte BlackRock zudem einen Bitcoin-Einkommensfonds, der durch den Verkauf gedeckter Calls Zusatzerträge auf seine Bestände erzielen soll. Dieses Produkt startete am 16. Juni als iShares Bitcoin Premium Income ETF mit dem Ticker BITA. Dort tauschen Anleger einen Teil der Kursgewinne gegen regelmäßige Monatsausschüttungen – bei PBIT wird dasselbe Optionsinstrumentarium hingegen primär zum Kapitalschutz eingesetzt.
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