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Bloomberg-Analyst McGlone rudert von $10.000-Bitcoin-Prognose zurück und legt sich nach öffentlicher Kritik auf $28.000 fest

Bloomberg-Analyst McGlone rudert von $10.000-Bitcoin-Prognose zurück und legt sich nach öffentlicher Kritik auf $28.000 fest

Bloomberg Intelligence Senior Macro Strategist Mike McGlone hat seine pessimistische Bitcoin-Prognose (BTC) von 10.000 US-Dollar auf etwa 28.000 US-Dollar nach oben korrigiert, nachdem Kritiker die ursprüngliche Einschätzung öffentlich als alarmistisch und schädlich für die Positionierung von Anlegern angegriffen hatten.

Der Vorfall hat eine breitere Debatte über die Verantwortung prominenter Analysten in reflexiven Märkten wie dem Kryptomarkt neu entfacht.

McGlones ursprüngliches Ziel von 10.000 US-Dollar, das in einem Beitrag auf X vom 16. Februar formuliert wurde, stellte Bitcoin als Hoch-Beta-Risikoanlage dar, die auf das Vor-Pandemie-Niveau zurückfallen könnte, falls US-Aktien ihren Höchststand erreicht hätten und anschließend eine Rezession einträte.

Er argumentierte, das seit 2008 vorherrschende „Buy-the-Dip“-Regime könne vor einem Bruch stehen.

Was passiert ist

McGlone hob anschließend die Marke von 28.000 US-Dollar als statistisch wahrscheinlicheres Niveau hervor und verwies auf die historische Preisverteilung.

Der modale Bitcoin-Preis – also das Niveau, auf dem die Kryptowährung am häufigsten gehandelt wurde – liege seiner Ansicht nach näher bei 28.000 als beim Durchschnitt von 66.000 US-Dollar seit 2023. Seine Analyse deute weiterhin darauf hin, „warum man Bitcoin oder die meisten Risikoanlagen nicht kaufen sollte“.

Die Korrektur folgte auf eine öffentliche Herausforderung durch Jason Fernandes, Mitgründer von AdLunam und Marktanalyst, der sowohl auf X als auch auf LinkedIn zu einer Debatte aufrief. McGlone gab der Anfrage ein Like, nahm die Debatte aber nicht an.

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Warum das wichtig ist

Fernandes sagte gegenüber CoinDesk, seine zentrale Kritik bleibe bestehen. „28.000 US-Dollar sind offensichtlich realistischer als 10.000“, erklärte er, „für 28.000 muss verhältnismäßig weniger schiefgehen als für 10.000.“

Zuvor hatte er ohne einen systemischen Liquiditätsschock eine wahrscheinlichere Neujustierung im Bereich von 40.000 bis 50.000 US-Dollar veranschlagt – womit McGlones revidierte Prognose näher an seiner eigenen Untergrenze liegt.

Quantum Economics-Gründer Mati Greenspan wies die ursprüngliche 10.000-US-Dollar-Prognose als „buchstäblichen Unsinn“ zurück und betonte, dass für einen Vermögenswert mit einem monatlichen Handelsvolumen in Billionenhöhe und einer Marktkapitalisierung von 200 Milliarden US-Dollar außergewöhnliche Bedingungen nötig wären. Er hält 28.000 US-Dollar zwar weiterhin für unwahrscheinlich, aber nicht völlig ausgeschlossen.

Im Zentrum des Streits steht die Frage, ob deterministische Kursprognosen von institutionellen Analysten die Positionierung in Märkten materiell verzerren können, von denen bekannt ist, dass sie stark auf öffentliche Stimmung reagieren. Fernandes argumentierte, „alarmistische Formulierungen“ setzten in reflexiven Kryptomärkten reales Kapital einem Risiko aus – ein Punkt, auf den McGlone bisher nicht direkt eingegangen ist.

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