ARK Invest-Chefin Cathie Wood sagte, die US-Wirtschaft stehe nach Jahren politisch bedingter Belastungen vor einem kräftigen Aufschwung. Sie argumentiert, dass technologische Deflation, angetrieben durch künstliche Intelligenz und digitale Vermögenswerte, Wachstum, Inflation und die Kapital markets over the next decade. neu gestalten könnte.
In einer Anleger-note am Samstag beschrieb Wood die vergangenen drei Jahre nicht als wirtschaftliche Resilienz, sondern als eine „rollierende Rezession“, die still und leise Wohnungsbau, verarbeitendes Gewerbe, Investitionsausgaben und Verbraucherstimmung nach dem raschen Zinsanhebungszyklus der Federal Reserve unter Druck gesetzt habe.
Da diese Belastungen nun eingepreist seien, gleiche die Wirtschaft einer „aufgezogenen Feder“, die angestaute Wachstumsdynamik freisetzen könne, sobald sich Inflation, Zinsen und regulatorische Beschränkungen entspannen.
Produktivität, nicht Spekulation, im Zentrum der These
Wood widersprach der Sorge, dass der KI-Boom bereits Blasencharakter erreicht habe, und argumentierte stattdessen, dass sich der Sektor noch in einer frühen ökonomischen Phase befinde.
Sie verwies auf stark sinkende Kosten für KI-Training und -Inference sowie auf eine beschleunigte Einführung in zahlreichen Branchen als Anzeichen dafür, dass Produktivitätsgewinne erst am Anfang stünden.
Laut ARKs Analyse könnten konvergierende Innovationsplattformen, darunter KI, Robotik, Energiespeicherung, Blockchain-Technologie und Genomsequenzierung, das Produktivitätswachstum in den USA in den kommenden Jahren auf jährlich 4–6 % anheben.
Solche Zuwächse, so Wood, würden den Druck auf die Stückarbeitskosten nachhaltig senken und damit ein schnelleres Wirtschaftswachstum ermöglichen, ohne die Inflation neu zu entfachen.
Diese Dynamik stellt traditionelle makroökonomische Annahmen infrage, wonach schnelleres Wachstum zwangsläufig auf Kosten der Preisstabilität gehen müsse.
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Investitionsausgaben verlagern sich von der Decke auf den Boden
Wood hob außerdem einen strukturellen Wandel bei den Investitionen hervor.
Nach jahrzehntelanger Stagnation nach dem Platzen der Technologie- und Telekom-Blase seien die Investitionsausgaben während der Pandemie stark angestiegen und hätten aus ARKs Sicht nun ein höheres Basisniveau etabliert, statt nur einen vorübergehenden Peak zu markieren.
Sie argumentierte, dass politische Maßnahmen wie beschleunigte Abschreibungen, niedrigere effektive Unternehmenssteuersätze und Deregulierung diesen Trend verstärken könnten und damit einen historisch bedeutsamen Investitionszyklus unterstützen, der von Technologieinfrastruktur und Fertigung angeführt wird.
Bitcoin und Märkte in einer deflationären Wachstumsära
Die Notiz befasste sich auch mit der Asset-Allokation und stellte den jüngsten Goldanstieg dem angebotsbegrenzten Design von Bitcoin gegenüber. Wood sagte, die geringe Korrelation von Bitcoin mit traditionellen Anlagen positioniere die Kryptowährung als potenziellen Diversifikator in einer produktivitätsgetriebenen Expansion – nicht nur als Absicherung in Krisenzeiten.
Wood stellte die kommenden Jahre als Bruch mit den Wirtschaftsmustern seit den 1970er-Jahren dar und schlug vor, dass technologische Deflation Wachstum, fallende Inflation und niedrigere langfristige Zinsen gleichzeitig ermöglichen könnte – ein Szenario, das von den Märkten womöglich noch nicht vollständig eingepreist ist.
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