Anthony Scaramucci behauptet, dass die politischen Entscheidungen von Präsident Donald Trump – von der Einführung von Meme-Coins über die Drohung gegen Grönland bis hin zur Führung eines Militäreinsatzes im Iran – jede Chance, dass der CLARITY Act den Senat passiert, faktisch zunichte gemacht haben. Dadurch bleibe der Kryptomarkt in dem von ihm beschriebenen, über längere Zeit anhaltenden „Seitwärts-Gezappel“ für den Rest dieser Amtszeit gefangen.
Scaramuccis dreistufiges Argument
Der frühere Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses, der während Trumps erster Amtszeit nach nur 11 Tagen entlassen wurde, legte drei Gründe dar, warum das wegweisende Krypto-Gesetz festhängt. Er äußerte sich, als Bitcoin (BTC) bei knapp 66.700 US-Dollar gehandelt wurde, mehr als 43 % unter seinem Allzeithoch von über 126.000 US-Dollar im Oktober 2025.
Erstens argumentierte Scaramucci, dass Trumps Start eigener Meme-Coins vor seiner Amtseinführung und ein geschätzter Gewinn von 600 bis 700 Millionen US-Dollar massiven politischen Widerstand ausgelöst haben. Selbst Demokraten, die früher Krypto unterstützt haben, weigern sich nun, dem Präsidenten einen legislativen Erfolg zu gönnen. Er beschrieb diesen Geldsegen als einen „großen bitteren Beigeschmack“ bei Trumps Gegnern im Kongress.
„Ich sehe niemanden unter den Gegnern des Präsidenten, der ihm derzeit einen Erfolg in der Kryptopolitik gönnen wird“, sagte Scaramucci.
Zweitens hätten Trumps territoriale Drohungen gegenüber Grönland Abgeordnete vor den Kopf gestoßen, die ansonsten eine parteiübergreifende Regulierung unterstützt hätten.
Die Drohung gegen das souveräne Gebiet eines NATO-Verbündeten habe das Vertrauen verbrannt, auf das Krypto-Befürworter angewiesen seien. Drittens binde der US-Militäreinsatz im Iran enorme politische Aufmerksamkeit. Scaramucci verweist auf einen Verteidigungshaushaltsantrag von 200 Milliarden US-Dollar und betont, dass der Konflikt ohne Benachrichtigung des Kongresses begonnen worden sei.
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Hürde Senatsfilibuster
Scaramucci sagte, es sei derzeit nahezu unmöglich, 60 Stimmen im Senat zu sammeln, um den Filibuster zu überwinden. Der CLARITY Act wurde im Repräsentantenhaus im Juli 2025 mit einer parteiübergreifenden Mehrheit von 294 zu 134 Stimmen verabschiedet, doch die Senatsversion steckt wegen Streitigkeiten über Stablecoin-Renditen und allgemeiner politischer Reibung fest.
Er warnte, dass das Verpassen des Zeitfensters vor den Zwischenwahlen im November 2026 bedeutende Krypto-Regulierung für Jahre auf Eis legen könnte. Ohne das Gesetz würden Layer-1-Token wie Solana (SOL), Avalanche (AVAX) und TON (TON) weiter in einem regulatorischen Niemandsland gefangen bleiben, sagte er.
Langfristiger Bitcoin-Ausblick
Trotz seiner pessimistischen Sicht auf die Regulierung bleibt Scaramucci langfristig bullisch für BTC. Er sagte voraus, dass Bitcoin sich „in einer aufwärts gerichteten Seitwärtsbewegung“ entwickeln werde, betonte aber, dass das volle Tokenisierungspotenzial von Layer-1-Netzwerken ohne gesetzgeberische Fortschritte nicht freigesetzt werden könne.
Er verglich Strategys Bitcoin-Akkumulationsstrategie mit Apples frühem iPhone-Moment und argumentierte, dass die derzeitige Unsicherheit sich letztlich in eine breite Akzeptanz verwandeln werde.
Scaramucci hält daran fest, dass BTC langfristig 1 Million US-Dollar pro Coin erreichen wird, angetrieben durch die generationenübergreifende Vermögensübertragung von älteren Anlegern auf jüngere Bevölkerungsgruppen.
Sollte der CLARITY Act verabschiedet werden, rechnet er mit einer scharfen Rallye. Kommt es nicht dazu, werde sich das „Seitwärts-Gezappel“, das das Jahr 2026 geprägt habe, fortsetzen.
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