CME Group zieht CFTC im Streit um Krypto-Perps vor Gericht

CME Group zieht CFTC im Streit um Krypto-Perps vor Gericht

CME Group wird die CFTC wegen ihrer Genehmigung von US-Perpetual-Futures verklagen und damit anfechten, wie Aufsichtsbehörden ein schnell wachsendes Derivateprodukt einstufen.

Wichtigste Punkte:

  • Terrence Duffy sagte, CME plane, am 18. Juni Klage gegen die CFTC einzureichen.
  • Der Streit dreht sich um Perpetual-Futures, die kein Ablaufdatum haben.
  • Duffy sagte, die Produkte sollten nach dem Dodd-Frank Act als Swaps behandelt werden.

CME-Klage

Duffy, der scheidende Vorstandschef der CME Group, sagte am 17. Juni in der CNBC-Sendung „Fast Money“, dass der Börsenbetreiber die Commodity Futures Trading Commission wegen ihrer Genehmigung von Perpetual-Futures in den USA verklagen werde.

Die CFTC genehmigte Ende Mai die Prognosemarktplattform Kalshi, Bitcoin (BTC) Perpetual-Futures anzubieten, die oft Perps genannt werden. Die Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf Kursbewegungen zu spekulieren, ohne den zugrunde liegenden Vermögenswert zu besitzen.

Anders als Standard-Futures laufen Perpetual-Futures nicht aus. Kalshi hat das Produktangebot laut dem Bericht inzwischen auf andere Kryptowährungen ausgeweitet.

Duffy sagte, CME werde in der Klage argumentieren, dass es sich bei den Instrumenten nach dem Dodd-Frank Act um Swaps handle. Er sagte außerdem, CME halte exklusive Lizenzen mit Benchmark-Anbietern, was bedeute, dass verwandte Produkte über die Börse laufen müssten.

„Wir haben eine exklusive Lizenz mit jedem einzelnen Anbieter der Benchmarks“, sagte Duffy.

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CFTC-Perps

Duffy sagte, die Klage sei über acht Monate hinweg gemeinsam mit dem CME-Verwaltungsrat vorbereitet worden. Er betonte, er sei auf den Streit vorbereitet und werde der Auseinandersetzung nicht aus dem Weg gehen.

CFTC-Vorsitzender Michael Selig verteidigte den Standpunkt der Behörde Anfang dieser Woche in „Fast Money“. Er sagte, die USA sollten regulierte Futures-Kontrakte ohne Ablaufdatum zulassen, gleichzeitig aber sicherstellen, dass das Produkt im Inland beaufsichtigt werde.

Der Streit könnte prägen, wie Krypto-Derivate in den USA gelistet werden. Falls CME gewinnt, könnten Perps eher Swap-Regeln unterliegen als dem Futures-Rahmen, der in der CFTC-Genehmigung angewendet wurde.

Der Konflikt spiegelt auch die Rolle der CME bei regulierten Krypto-Derivaten wider. Die Börse hat ihren Markt um benchmarkbasierte Bitcoin- und Ether (ETH)-Produkte aufgebaut, während neuere Handelsplätze nun einen schnelleren Zugang zu krypto-nativen Strukturen anstreben.

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