Wallets, die dem Vermögensverwalter Fidelity zugerechnet werden, haben in dieser Woche 260.000 Ethereum-Token (ETH) im Wert von 499,55 Millionen US‑Dollar in drei Adressen verschoben – ein weiterer Mosaikstein in einer Phase intensiver institutioneller Aktivität.
Wichtigste Punkte:
- Fidelity-nahe Wallets transferierten 260.000 ETH in drei Adressen, die der Vermögensverwalter bereits vor rund sechs Monaten kapitalisiert hatte – aufgeteilt in Tranchen von 95.000, 87.000 und 78.000 Token.
- Keine der empfangenden Adressen leitete Coins an eine Handelsplattform weiter – ein Muster, das eher auf interne Verwahrungsumschichtungen als auf Verkäufe hindeutet.
- Eine Bitmine zugeordnete Wallet erwarb im gleichen Zeitraum 10.460 ETH im Wert von 19,48 Millionen US‑Dollar über FalconX.
Fidelity verschiebt ETH in drei inaktive Wallets
Der On-Chain-Analysedienst Onchain Lens hat die Bewegung markiert, während Daten von Arkham zeigen, dass die Token in drei Adressen landeten, die Fidelity bereits vor rund sechs Monaten selbst kapitalisiert hatte. Der Vermögensverwalter teilte die Summe in Tranchen von 95.000 ETH, 87.000 ETH und 78.000 ETH auf. Keines der drei empfangenden Wallets hat bislang Coins an eine Handelsplattform weitergeleitet.
Dieses Detail ist für die Einordnung entscheidend: Zuflüsse auf Börsen-Deposit-Adressen gehen häufig Verkäufen voraus, während Verschiebungen zwischen Wallets unter derselben Kontrolle meist auf verwaltungstechnische Anpassungen in der Verwahrung und nicht auf einen Stimmungsumschwung beim Anleger hindeuten.
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Bitmine und SharpLink stocken ihre Ethereum-Bestände weiter auf
Onchain Lens registrierte zudem, dass eine Bitmine zugeordnete Wallet 10.460 ETH im Wert von 19,48 Millionen US‑Dollar über den institutionellen Broker FalconX zukaufte. Das Treasury-Unternehmen hatte am 26. Juli offengelegt, 5.787.414 ETH zu halten – damals mit 1.948 US‑Dollar je Token bewertet und damit rund 4,8 % des zirkulierenden Angebots. Rund 85 % dieses Bestands sind gestakt, mit prognostizierten jährlichen Rewards von knapp 299 Millionen US‑Dollar.
Aufsichtsratschef Tom Lee strebt an, 5 % aller umlaufenden Ethereum-Token zu kontrollieren. Bitmine kauft seit Juni 2025 Woche für Woche nach. Lee verwies zuletzt auf ein Drei-Monats-Hoch im Verhältnis ETH zu Bitcoin (BTC) als Signal für eine sich festigende Kryptomarkterholung. Parallel dazu hat das Unternehmen allein in diesem Monat 11,6 Millionen eigener Aktien zurückgekauft.
Beim konkurrierenden Treasury SharpLink Gaming zeigt sich ein deutlich angespanntes Bild. Nach einer achtmonatigen Kaufpause nahm das Unternehmen Ende Juni die Akkumulation wieder auf und erwarb binnen drei Tagen 39.196 ETH, womit sich der Gesamtbestand auf 876.285 Token erhöhte. Der durchschnittliche Einstiegskurs liegt bei rund 3.609 US‑Dollar – damit notiert die gesamte Position auf Basis der aktuellen Marktpreise über eine Milliarde US‑Dollar im Minus.
Ethereum-Kurs kämpft mit Marke von 1.900 US‑Dollar
ETH ist unter die Marke von 1.900 US‑Dollar gerutscht und wurde zum Wochenschluss bei etwa 1.883 US‑Dollar gehandelt, nachdem es Käufer erneut nicht schafften, den Widerstand bei 2.000 US‑Dollar nachhaltig zu durchbrechen.
Ein restriktiver Kurs der US‑Notenbank Federal Reserve und nachlassende Zuflüsse in Spot-Ethereum-Fonds bremsen die Erholung und rücken die Unterstützung um 1.873 US‑Dollar als zentrale Marke in den Fokus.
Ethereum liegt im gesamten Jahr 2026 deutlich unter früheren Höchstständen. Der Token ist von rund 3.120 US‑Dollar Anfang Januar auf ein Zwischentief von etwa 1.450 US‑Dollar im Juni abgerutscht, bevor er sich im Juli erholte und ein Zehn-Wochen-Hoch bei knapp 1.948 US‑Dollar erreichte. Trotz dieser Gegenbewegung notiert die zweitgrößte Kryptowährung immer noch bei rund der Hälfte ihres Niveaus vom Vorjahr.
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