Ein Google-Quantenforscher hat Project Elevens 1 Bitcoin (BTC) Q-Day-Preis auseinandergenommen und argumentiert, dass der gewinnende 15‑Bit‑Angriff weit weniger beweist, als beworben.
Kritik am Q-Day-Preis
In einem Blogbeitrag vom 25. April schrieb Craig Gidney, Forschungsscientist im Quanten-Team von Google, dass der Wettbewerb um einen Benchmark herum aufgebaut gewesen sei, den aktuelle Quantencomputer nicht sinnvoll messen können.
Project Eleven hatte den Betrag einen Tag zuvor an Giancarlo Lelli vergeben, weil dieser auf cloudbasierten Systemen einen 15‑Bit‑Elliptic‑Curve‑Private‑Key hergeleitet hatte – laut Projekt eine 512‑fache Verbesserung gegenüber einer früheren 6‑Bit‑Demonstration.
Die Gruppe verknüpfte das Ergebnis mit den langfristigen Sicherheitsannahmen hinter Bitcoin, Ethereum (ETH) und mehr als 2,5 Billionen US‑Dollar an ECC‑gesicherten digitalen Vermögenswerten.
Gidney sagte, er habe eine Einladung zur Teilnahme im vergangenen Jahr abgelehnt, weil er das zugrunde liegende Konzept für fehlerhaft halte. Er wies darauf hin, dass Shors Algorithmus für kryptographisch relevante Instanzen Quantenfehlertoleranz erfordert und dass heutige Maschinen ungefähr einen Fehler pro tausend Gattern aufweisen, während Milliarden Gatter nötig wären.
Es folgte ein noch schwerwiegenderer Einwand. Gidney verwies auf Arbeiten des GitHub-Nutzers Yuval Adam, der Berichten zufolge die Quantenaufrufe durch Zufallsaufrufe ersetzt und Ergebnisse erhalten habe, die von den ursprünglichen nicht zu unterscheiden seien.
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Reaktion von Project Eleven
Project‑Eleven‑CEO Alex Pruden verteidigte das übergeordnete Ziel und sagte, dass der Ressourcenbedarf für derartige Angriffe stetig sinke. Später räumte er auf X ein, dass kleine Faktorisierungsprobleme ein unvollkommener Maßstab für den Q‑Day seien, und bat um Vorschläge für bessere Benchmarks.
Die Gruppe verweist auf jüngste Schätzungen, die einen vollständigen 256‑Bit‑Angriff bei unter 500.000 physischen Qubits ansetzen, während ein Paper von Caltech und Oratomic sogar auf bis zu 10.000 Qubits heruntergeht.
Gidney wies das Quantenrisiko nicht zurück und verwies auf Arbeiten zur Post‑Quanten‑Migration bei Google und Cloudflare. Die Kryptoindustrie hat im vergangenen Jahr intensiv über Verteidigungsoptionen diskutiert, darunter Quantum Safe Bitcoin, Vorschläge von Lightning Labs und BIP‑361, das das Einfrieren von rund 6,9 Millionen BTC in Wallets mit offengelegten Public Keys in Betracht zieht.
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