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Kalshi verweigerte Händlern Gewinne aus Khameneis Tod – und erstattete dann alle Einsätze in einem 36-Millionen-Dollar-Markt

Kalshi verweigerte Händlern Gewinne aus Khameneis Tod – und erstattete dann alle Einsätze in einem 36-Millionen-Dollar-Markt

Kalshi‑CEO Tarek Mansour kündigte an, dass die regulierte Prognosemarkt‑Plattform alle Gebühren für ihren Markt „Khamenei out as Supreme Leader“ erstatten und Positionen auf Basis des zuletzt gehandelten Preises vor der Tötung des iranischen Obersten Führers Ali Khamenei durch US‑israelische Angriffe abrechnen werde – eine Auszahlungsrichtlinie, die verhindern soll, dass Nutzer direkt aus einem Tod Profit schlagen.

Der Markt hatte vor den Angriffen ein Volumen von rund 36 Millionen US‑Dollar angezogen. Khameneis Tod wurde am frühen Sonntagmorgen von iranischen Staatsmedien bestätigt; der Iran erklärte 40 Tage Staatstrauer.

Die Angriffe begannen gegen 1:14 Uhr EST am Samstag, als US‑Raketen und israelische Flugzeuge Ziele in Teheran und mehreren anderen iranischen Städten, darunter Khameneis Komplex, trafen.

Mansour sagte, Kalshi werde den „Khamenei out“‑Markt zum zuletzt gehandelten Preis vor dem ersten Angriff abrechnen und alle Positionen, die nach diesem Zeitpunkt eröffnet wurden, vollständig erstatten. Er erklärte, kein Nutzer werde in diesem Markt Geld verlieren.

Kalshis Sonderregelung bei Todesfällen

Mansour stellte die Abrechnung als im Einklang mit den bestehenden Regeln von Kalshi dar, nicht als nachträgliche Änderung. Er räumte ein, dass die Todesfall‑Ausnahme des Marktes – die Auszahlungen verhindert, die durch den Tod einer Person ausgelöst werden – in den Regeln offengelegt war, sagte aber, die Plattform müsse verbessern, wie diese Regeln in der Nutzeroberfläche sichtbar gemacht werden.

Seine Erklärung löste Kritik von Nutzern aus, die argumentierten, dass ein pauschales Verbot von todesbezogenen Auszahlungen geopolitische Führungs‑Märkte strukturell mehrdeutig mache.

Mansour entgegnete, der Unterschied zwischen einem Öl‑Futures‑Kontrakt – der als indirekter Stellvertreter für Konflikte fungiere – und einem Markt, der direkt auf den Tod einer bestimmten Person abrechne, sei bedeutend genug, um diese Unterscheidung beizubehalten.

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Parallele Aktivitäten von Polymarket

Die Konkurrenz‑Plattform Polymarket wählte einen anderen Ansatz und rechnete ihren Markt „Khamenei out as Supreme Leader by March 31“ nach Bestätigung mit 100 % ab.

Dieser Kontrakt verzeichnete ein Volumen von 45 Millionen US‑Dollar und war einer der am stärksten gehandelten geopolitischen Märkte in der Geschichte der Plattform. Der Top‑Trader erzielte mit einer Yes‑Position rund 757.000 US‑Dollar Gewinn.

Separat meldete das Blockchain‑Analyseunternehmen Bubblemaps sechs Polymarket‑Wallets, die offenbar Stunden vor dem US‑Angriff auf einen Schlag gewettet hatten und gemeinsam etwa 1,2 Millionen US‑Dollar profitierten – ein Muster, vor dem die CFTC bereits gewarnt hat, da es in regulierten Prognosemärkten Insiderhandelsverstöße darstellen könnte.

Ein breiterer Markt „US strikes Iran by February 28“ auf Polymarket hatte seit seiner Eröffnung im Dezember ein Gesamtvolumen von 529 Millionen US‑Dollar angesammelt.

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