Elon Musk hat seine Attacken auf Sam Altman verschärft, just in dem Moment, in dem Apple gegen OpenAI klagt und dem KI-Unternehmen die unrechtmäßige Nutzung von Geschäftsgeheimnissen für künftige Hardware vorwirft.
Wichtigste Punkte:
- Musk warf Altman in einem neuen Beitrag auf X vor, er hebe „Betrug auf ein völlig neues Niveau“.
- Apple beschuldigt OpenAI und frühere Apple-Mitarbeiter, vertrauliche Hardware-Informationen entwendet zu haben.
- Die Klage schafft eine weitere juristische Front für OpenAI, während Musk und Altman ihre langjährige Rivalität fortsetzen.
Apple gegen OpenAI
Musks jüngste Kritik folgt auf einen Beitrag, in dem Altman über seine Motivation spricht, OpenAI zu führen. Der Chef von Tesla und SpaceX kommentierte, Altman hebe „Betrug auf ein völlig neues Niveau“.
Die Bemerkung fiel, als Apple eine Klage vor einem US-Bundesgericht einreichte. Darin wirft der Konzern OpenAI vor, vertrauliche Informationen genutzt zu haben, um konkurrierende Hardware-Produkte voranzutreiben. In der Beschwerde werden laut Berichten OpenAI-Hardwarechef Tang Tan sowie der frühere Apple-Mitarbeiter Chang Liu namentlich genannt.
Apple behauptet, die Ex-Mitarbeiter hätten vor ihrem Wechsel zu OpenAI auf sensible Informationen zu noch nicht vorgestellten Produkten, Entwicklungsarbeiten und Zulieferern zugegriffen oder diese behalten. Zudem wirft Apple OpenAI vor, Mitarbeiter aktiv ermutigt zu haben, an vertrauliche Daten zu gelangen, während das Unternehmen ins Hardware-Geschäft für Endkunden expandierte.
OpenAI weist die Vorwürfe zurück. Ein Sprecher erklärte, das Unternehmen habe kein Interesse an Geschäftsgeheimnissen von Wettbewerbern. Nun muss ein Bundesgericht klären, ob Apples Anschuldigungen Bestand haben.
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Dauerfehde Musk gegen Altman
Musks Reaktion lenkt erneut den Fokus auf eine Rivalität, die sich von strategischen Differenzen über OpenAIs Kurs hin zu Klagen, Gerichtsverfahren und persönlichen Attacken entwickelt hat.
Beide Unternehmer waren an den Anfangsjahren von OpenAI beteiligt, doch das Verhältnis zerbrach, als sich das Unternehmen stärker kommerziell ausrichtete. Musk stellt seitdem regelmäßig Altmans Führungsstil und das Geschäftsmodell von OpenAI infrage.
Die juristische Bilanz ist gemischt: Am 15. Juni wies ein US-Bundesrichter eine von Musks Unternehmen xAI eingebrachte Klage wegen Geschäftsgeheimnisverletzung gegen OpenAI ab. Es gebe nicht genügend Beweise dafür, dass OpenAI einen ehemaligen xAI-Ingenieur zur Weitergabe geschützter Informationen veranlasst habe.
Dieses Urteil betrifft jedoch einen anderen Sachverhalt und hat keine unmittelbaren Auswirkungen auf Apples Klage. Gleichwohl rückt der neue Prozess den Umgang mit Geschäftsgeheimnissen wieder ins Zentrum der Debatte, wie führende KI-Konzerne im Wettbewerb um Talente und neue Produkte agieren.
Die jüngste Eskalation fällt zudem in eine Phase, in der Musk sein eigenes KI-Geschäft ausbaut und zunehmend direkt mit OpenAI konkurriert. Seine öffentlichen Angriffe auf Altman begleiten diesen kommerziellen Wettstreit und verlängern einen Konflikt, der nach dem Ende ihrer gemeinsamen Zeit bei OpenAI nie wirklich beigelegt wurde.
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