SpaceX stellt sich auf Angebotsschock ein: 911,5 Mio. Aktien werden frei

Wall Street braces as 911.5 million SpaceX shares near release, with Jim Cramer telling buyers to stay patient. (Image: Shutterstock)
Wall Street braces as 911.5 million SpaceX shares near release, with Jim Cramer telling buyers to stay patient. (Image: Shutterstock)

Jim Cramer rät Anlegerinnen und Anlegern, mit größeren SpaceX-Käufen bis nach dem 6. August zu warten – dann läuft eine große Insider-Lock-up-Periode aus und rund 911,5 Mio. Aktien kommen potenziell auf den Markt.

Wichtige Punkte:

  • Cramer empfiehlt Investoren, die eine größere Position aufbauen wollen, zunächst die erste Welle von Insider-Verkäufen abzuwarten.
  • Rund 911,5 Mio. Aktien werden am 6. August verkaufsfähig – das handelbare Angebot mehr als verdoppelt sich.
  • SpaceX veröffentlicht am 4. August erstmals Quartalszahlen als börsennotiertes Unternehmen, zwei Handelstage vor dem Lock-up-Ablauf.

Cramer warnt: Lock-up bei SpaceX dürfte den Kurs belasten

Der CNBC-Moderator sagte, wer eine größere Position aufbauen wolle, solle die erste Verkaufswelle der Insider „durchlaufen lassen“ und erst einsteigen, nachdem das zusätzliche Angebot die Kurse gedrückt habe.

Er äußerte sich am Dienstag, an einem Handelstag, an dem die Aktie auf ein neues Rekordtief im Tagesverlauf von 107,01 Dollar fiel, bevor eine späte Gegenbewegung einen Großteil der Tagesverluste wieder ausglich.

SpaceX legt seine Zahlen zum zweiten Quartal am 4. August vor – das erste Mal seit dem Börsendebüt. Zwei Handelstage später dürfen Beschäftigte und frühe Investoren bis zu 911,5 Mio. Aktien veräußern – ein Paket im Wert von rund 116 Mrd. Dollar auf Basis der jüngsten Kurse und mehr als eine Verdopplung des frei handelbaren Angebots. Analysten von HSBC berechnen, dass der Free Float an diesem Tag von 4,9 % auf 11,8 % steigen würde; weitere Freigaben sind an bestimmte Kursmarken und spätere Ergebnisdaten gekoppelt.

Zusätzliche Tranchen laufen bis zum 8. Dezember aus, wenn der sogenannte „Backstop Lock-up“ endet, während Elon Musk und ein kleiner Kreis von Kernaktionären bis Mitte 2027 gebunden bleiben. Für alle, die den Prospekt vom Juni gründlich gelesen haben, kommt das nicht überraschend.

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Gary Black und Cathie Wood uneins über SpaceX

Cramer forderte Investoren zudem auf, das Kleingedruckte in zwei KI-Rechenzentrumsdeals genau zu lesen. Er verwies darauf, dass Anthropic und Alphabet jeweils mit einer Frist von 90 Tagen aussteigen können. Dadurch werde das Mietumsatzprofil schwer kalkulierbar – und mehrjährige Prognosen der Wall Street seien mit Vorsicht zu genießen. Nur wenige andere Kunden hätten die Finanzkraft, diese Volumina kurzfristig zu ersetzen, ergänzte er.

Die Meinung zur Aktie ist unter prominenten Investoren gespalten.

Gary Black vom Future Fund rechnet damit, dass die SpaceX-Aktie unter 100 Dollar fällt. Viele Anteilseigner hätten sich von der Story mitreißen lassen und die Bewertungsrechnung ausgelassen, meint er. Cathie Wood von Ark Invest kauft derweil weiter zu, und Ross Gerber sieht eine Einstiegschance.

Kursrutsch seit dem SpaceX-Börsengang im Juni

SpaceX hatte seinen Börsengang im Juni zu 135 Dollar je Aktie bepreist. Bereits am 16. Juni – dem vierten Handelstag – erreichte der Titel mit 225,64 Dollar sein bisheriges Hoch, bevor die Rally ins Stocken geriet.

Der Rückgang seitdem ist ungewöhnlich schnell verlaufen. Am Freitag schloss die Aktie bei 108,37 Dollar – ein neues Schlusskurstief. Die Marktkapitalisierung liegt damit bei rund 1,43 Billionen Dollar, nach etwa 1,8 Billionen Dollar auf Basis des Emissionspreises.

Cramers mahnendere Töne markieren einen Bruch mit dem Juni, als er von Anlegern sprach, die bei der Aktie „völlig verrückt“ würden, und scherzte, der Titel könne genauso gut Musks Namen tragen. Er sieht jedoch weiterhin Starlink-Wachstum und Fortschritte bei Starship als wichtige Argumente für ein Engagement – allerdings erst, wenn der massive Angebotsüberhang aus dem Markt gelaufen ist.

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Alexey Bondarev

Alexey Bondarev ist Head of Content bei Yellow.com und berichtet seit 10 Jahren über Krypto. Er ist auf tiefgehende Research- und Learn-Artikel spezialisiert, mit Schwerpunkt auf analytischer Berichterstattung, Branchenkontext und den größeren Kräften, die den Kryptomarkt prägen – von der KI-Ära und Sicherheitstechnologien bis hin zu Innovationen im Fintech-Bereich. Er ist überzeugt, dass alles Digitale in naher Zukunft alles Analoge überholen wird, und arbeitet intensiv daran, dies Wirklichkeit werden zu lassen.

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