OpenAI-Engagement könnte SoftBanks 20-Milliarden-Dollar-Anleihe befeuern

A proposed $20B bond sale could refinance part of SoftBank’s $40B OpenAI bridge loan (Image: Shutterstock)
A proposed $20B bond sale could refinance part of SoftBank’s $40B OpenAI bridge loan (Image: Shutterstock)

SoftBank erwägt eine Anleiheemission von bis zu 20 Milliarden US-Dollar, um Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit seinem wachsenden Engagement in OpenAI zu refinanzieren.

Zentrale Punkte:

  • SoftBank sondiert eine Anleiheplatzierung zwischen 10 und 20 Milliarden US-Dollar, die bereits im September kommen könnte.
  • Ein Teil der Erlöse soll einen Brückenkredit über 40 Milliarden US-Dollar ablösen, der zur Finanzierung der OpenAI-Beteiligung aufgenommen wurde.
  • Bei 20 Milliarden US-Dollar wäre es laut Bloomberg die bislang größte Anleiheemission eines asiatischen Unternehmens in diesem Jahr.

SoftBanks Anleihepläne

SoftBank spricht mit Investmentbanken über eine mögliche Anleiheemission im Volumen von 10 bis 20 Milliarden US-Dollar, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten. Geplant ist demnach eine Mischung aus Dollar- und Euro-Anleihen; der Deal könnte bereits im September an den Markt kommen. Die Gespräche laufen jedoch noch, und Konditionen können sich ändern.

Ein Teil der Mittel soll zur Rückführung eines 40-Milliarden-Dollar-Brückenkredits verwendet werden, der Anfang des Jahres zur Finanzierung des OpenAI-Investments strukturiert wurde.

Der japanische Technologiekonzern unter Führung von Masayoshi Son dürfte bis Oktober insgesamt knapp 65 Milliarden US-Dollar in OpenAI investiert haben, wobei ein Teil dieser Zusage über Fremdkapital besichert ist.

Zudem prüft SoftBank eine Emissionsstruktur nach Rule 144A, die US-Institutionellen Investoren erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt wieder direkten Zugang zu einer SoftBank-Anleihe verschaffen könnte. Ein Volumen von 20 Milliarden US-Dollar würde die Transaktion laut Bloomberg-Daten zur größten Anleiheemission eines asiatischen Emittenten in diesem Jahr machen.

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Warnungen von Trey Parker

Die mögliche Emission fällt in eine Phase, in der Unternehmen immer größere Summen für Projekte im Bereich Künstliche Intelligenz aufnehmen. Laut Bloomberg haben Konzerne in diesem Jahr bereits über 410 Milliarden US-Dollar am Anleihemarkt mobilisiert – vor allem für Rechenzentren und andere KI-Infrastruktur. Das schürt Bedenken hinsichtlich Verschuldungsgrad und Rückzahlungsrisiken.

Trey Parker, Chief Investment Officer und Mitgründer von Sycamore Tree Capital Partners, warnte diese Woche, der massive KI-Ausbau gehe mit erheblichen Kreditrisiken einher.

Die hohe Nachfrage von Versicherern nach Private Credit könne Investoren einem „Rating-Designation-Risiko“ aussetzen, falls Bonitätsbewertungen im Nachhinein herabgestuft oder von Aufsehern infrage gestellt würden, sagte Parker.

SoftBank betonte, dass bislang kein endgültiger Finanzierungsplan steht. „Wir prüfen verschiedene Optionen zur Refinanzierung des Brückenkredits. Es ist jedoch noch nichts entschieden, auch nicht hinsichtlich der jeweiligen Volumina“, erklärte ein Sprecher.

Der Konzern hat für seine KI-Offensive bereits mehrere Finanzierungswege genutzt: Im April platzierte SoftBank 3,6 Milliarden US-Dollar an Offshore-Anleihen, für Anfang September ist eine japanische Retail-Anleihe im Volumen von 1 Billion Yen (rund 6,3 Milliarden US-Dollar) geplant, und jüngst wurde ein Margin Loan über 10 Milliarden US-Dollar abgeschlossen, der mit der OpenAI-Beteiligung besichert ist.

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Alexey Bondarev

Alexey Bondarev ist Head of Content bei Yellow.com und berichtet seit 10 Jahren über Krypto. Er ist auf tiefgehende Research- und Learn-Artikel spezialisiert, mit Schwerpunkt auf analytischer Berichterstattung, Branchenkontext und den größeren Kräften, die den Kryptomarkt prägen – von der KI-Ära und Sicherheitstechnologien bis hin zu Innovationen im Fintech-Bereich. Er ist überzeugt, dass alles Digitale in naher Zukunft alles Analoge überholen wird, und arbeitet intensiv daran, dies Wirklichkeit werden zu lassen.

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