Präsident Donald Trump hat am Montag zwei Durchführungsverordnungen unterzeichnet, die den US-Umstieg auf quantenresistente Verschlüsselung beschleunigen und eine Frist bis 2031 setzen, um föderale Systeme gegen zukünftige Quantenangriffe abzuschirmen.
Zentrale Punkte
- Trump unterzeichnete am Montag zwei Durchführungsverordnungen zu Quantensicherheit und Innovation.
- Hochwertige föderale Systeme müssen bis Ende 2031 Post-Quanten-Kryptografie einführen.
- Analysten schätzen, dass rund 7 Millionen Bitcoin einem künftigen Quantenrisiko ausgesetzt sein könnten.
Quanten-Anordnungen setzen Fristen für Bundesbehörden
Der Präsident erlies die beiden Anweisungen bei einer Zeremonie im Oval Office, an der Führungskräfte von Google und IBM teilnahmen. Eine Maßnahme schützt das Land vor fortgeschrittenen kryptografischen Angriffen, während eine begleitende Anordnung das Ziel setzt, innerhalb von fünf Jahren einen Quantencomputer zu entwickeln, der zu bedeutender wissenschaftlicher Arbeit fähig ist. Zusammen markieren sie den bislang umfassendsten Schritt der Regierung, indem der Sicherheitsschub mit neuen Mitteln für Quantensensoren, -netzwerke und Ausbildung von Fachkräften gekoppelt wird.
Die Cyber-Anordnung weist Behörden an, hochwertige Systeme auf Post-Quanten-Standards umzustellen, die vom National Institute of Standards and Technology festgelegt werden. Diese Systeme müssen die neue Kryptografie für die Schlüsselaushandlung bis Ende 2030 und für digitale Signaturen bis Ende 2031 übernehmen.
Das Office of Management and Budget und der nationale Cyber-Direktor werden die Umstellung innerhalb der Regierung steuern.
Dieser Zeitplan zieht die Arbeiten vier Jahre vor eine bisherige Zielmarke 2035 und ergänzt eine Pilotmigration, die bis zum 31. Dezember 2027 abgeschlossen sein soll. Cybersicherheitsverantwortliche müssen außerdem Betreibern kritischer Infrastrukturen bei derselben Umstellung helfen.
Auch lesen: Strategys Bitcoin-Maschine läuft weiter, während das Finanzministerium sich 850.000 BTC nähert
Cairncross warnt vor Krypto-Risiko
Der nationale Cyber-Direktor Sean Cairncross stellte die Anordnung als Absicherung gegen Maschinen dar, die eines Tages die Mathematik knacken könnten, welche Banken, Infrastrukturen und Regierungsnetzwerke schützt. Er sagte, Quantencomputing werde letztlich „die Public-Key-Kryptografie herausfordern, die alles absichert“. Die Anordnung überarbeitet zudem die Beschaffungsregeln des Bundes, um die Einführung der neuen Standards bei Regierungsauftragnehmern zu beschleunigen.
Beamte beschreiben die Bedrohung als „jetzt sammeln, später entschlüsseln“, bei der Gegner heute verschlüsselte Daten horten, um sie zu knacken, sobald die Maschinen ausgereift sind. Dieses Risiko reicht tief in den Kryptomarkt hinein, wo Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH), XRP (XRP) und Tron (TRX) allesamt auf Signaturen beruhen, die eine ausreichend leistungsfähige Quantenmaschine eines Tages aufbrechen könnte. Ein Beirat von Coinbase hat kürzlich gewarnt, dass rund 7 Millionen Bitcoin auf Adressen liegen, die für einen zukünftigen Angriff offen sind, darunter ruhende Wallets und aktive Börsenreserven.
Bitcoin, Stellar beschleunigen Quanten-Abwehr
Ein auf Quantensicherheit spezialisiertes Unternehmen erklärt, dass der wahrscheinliche Wendepunkt, oft Q-Day genannt, bereits 2030 eintreten könnte.
Die Vorbereitungen der Branche gehen den Anordnungen um Monate voraus. Anfang dieses Jahres setzte Google ein Zieljahr 2029 für Post-Quanten-Standards, Stellar zeichnete seinen eigenen Migrationspfad auf, und Entwickler brachten Bitcoin-Vorschläge ein, um Coins in exponierten Legacy-Adressen einzufrieren. Die Verschlüsselung, die heutige Blockchains schützt, wurde nie für eine Quantenwelt gebaut, und die Arbeit zu ihrem Ersatz hat gerade erst begonnen.
Als Nächstes lesen: Ethereum-Bären bauen 85 Mio. $ an Shorts auf, während Trader auf eine Erholung setzen





