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Vitalik Buterin sagt, Krypto‑Apps müssen aufhören, Nutzer fürs bloße Dasein zu bezahlen – und die Daten geben ihm recht

Vitalik Buterin sagt, Krypto‑Apps müssen aufhören, Nutzer fürs bloße Dasein zu bezahlen – und die Daten geben ihm recht

Ethereum (ETH)‑Mitgründer Vitalik Buterin sagte am Mittwoch, dass die meisten Krypto‑Token‑Incentive‑Programme von 2021 bis 2024 eher als „Galaxy‑Brain‑Rechtfertigung“ für Spekulation denn als echte Nutzergewinnung fungierten.

In einem längeren Beitrag auf X argumentierte er, dass die erfolgreichen Apps der Branche heute dadurch wachsen, dass sie nützlich sind – nicht, indem sie Menschen wahllos dafür bezahlen, einfach aufzutauchen.

Die Kommentare kamen als Reaktion auf einen Krypto‑Nutzer, der behauptete, Apps könnten ohne Airdrops oder Token‑Belohnungen keine sinnvolle Nutzung anziehen.

Buterin widersprach und verwies auf die regelmäßige Nutzung von Fileverse – einer dezentralen Dokumentenplattform – durch seinen eigenen Vater als Beweis dafür, dass eine organische Adoption von Krypto‑Anwendungen ohne finanzielle Anreize möglich ist.

Gute Anreize vs. Schlechte

Buterin zog eine Unterscheidung zwischen zwei Kategorien. Anreize, die vorübergehende, unvermeidbare Kosten der Nutzung unausgereifter Technologie kompensieren – etwa DeFi‑Liquiditätsprämien, die in frühen Protokollphasen das Hack‑Risiko ausgleichen – seien volkswirtschaftlich sinnvoll, sagte er.

Anreize, die Nutzer anziehen, die niemals mit einer ausgereiften Version des Produkts interagieren würden, seien destruktiv. Menschen dafür zu bezahlen, Werbe‑Content zu posten, sei das klarste Beispiel, schrieb er, da dies Teilnehmer anziehe, die „für maximale Faulheit optimieren“ und in dem Moment verschwinden, in dem die Belohnungen versiegen.

Selbst wenn subventionierte Nutzer bleiben, könne der Schaden bereits angerichtet sein. Buterin argumentierte, dass Quantität und Qualität einer Community unterschiedliche Ziele sind. In DeFi erfülle ein ETH in einem Liquiditätspool dieselbe Funktion, egal wer ihn eingezahlt hat.

In sozialen Plattformen oder Community‑basierten Projekten bricht diese Logik jedoch zusammen – qualitativ hochwertigere Teilnehmer schreiben Open‑Source‑Tools, beantworten Fragen und werden zu potenziellen Teammitgliedern.

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Die Blasen‑These

Buterin ging mit dem, was er eine „zynischere Sichtweise“ nannte, noch weiter. In den Jahren 2021–2024 sei das eigentliche Produkt vieler Projekte die Erzeugung einer spekulativen Blase gewesen, schrieb er. Incentive‑Programme hätten in erster Linie dazu gedient, Narrative aufzublähen, nicht Netzwerke hochzufahren.

Er verwies auf seinen Essay vom November 2025 über „Galaxy Brain Resistance“ – die Idee, dass hinreichend clevere Argumentationen nahezu alles rechtfertigen können.

Jedes Argument, wonach Token‑Anreize bei der Nutzergewinnung helfen, müsse, so Buterin, gegen die einfachere Erklärung getestet werden, dass die Anreize lediglich einem „Pump and Dump im Anzug“ dienten.

Warum das wichtig ist

Der Beitrag erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem Airdrop‑Farming weiterhin eine Hauptaktivität im Kryptobereich ist. Mehrere DeFi‑Protokolle und Layer‑2‑Netzwerke verteilten 2024 und 2025 Token im Wert von Hunderten Millionen Dollar, oft an Wallets, die ihre Zuteilungen schnell wieder verkauften.

Buterins Fazit war deutlich: Der Großteil der Anstrengung sollte in die Entwicklung tatsächlich nützlicher Apps fließen. Historisch sei das vernachlässigt worden, weil nicht Produktqualität, sondern Narrative‑Engineering die Spekulationszyklen angetrieben habe.

Die Projekte jedoch, die Krypto‑Nutzer heute „am meisten schätzen und respektieren“, so schrieb er, gewinnen den Großteil ihrer Nutzer mittlerweile genau auf diesem Weg.

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