Samsung meldet, dass seine neuen Falt-Smartphones in Südkorea 1,44 Millionen Vorbestellungen erzielt haben und in den USA rund 30 % über dem Niveau der Vorjahresmodelle liegen.
Zentrale Punkte:
- Samsung verzeichnete in den USA in den ersten 12 Tagen Vorbestellungen für Fold 8 und Fold 8 Ultra, die 30 % über der bisherigen Rekordgeneration lagen.
- Südkoreanische Kunden reservierten in nur einer Woche 1,44 Millionen Geräte – der höchste Vorbestellwert in der Smartphone-Geschichte des Unternehmens im Heimatmarkt.
- Counterpoint Research rechnet trotzdem damit, dass Samsungs Faltanteil dieses Jahr auf 32 % sinkt, da Apple in das Segment einsteigt.
Galaxy Z Fold 8 stellt konzerninterne Vorbestellrekorde auf
Der Konzern gab die Zahlen am Mittwoch bekannt. Sie umfassen die ersten 12 Tage der US-Vorbestellungen vor dem Marktstart der Z8-Reihe am 7. August. Das Galaxy Z Fold 8, ein breiteres und günstigeres Modell, das in diesem Zyklus neu eingeführt wurde, stand dabei für nahezu die Hälfte aller Bestellungen bei Netzbetreibern und Händlern.
Die Farbvariante Lavender war im US-Online-Store von Samsung noch vor Ende der Vorbestellphase ausverkauft.
In Südkorea wurden zwischen dem 28. Juli und dem 3. August 1,44 Millionen Geräte reserviert – ein Sieben-Tage-Wert, der sämtliche bisherigen Vorbestellwochen in der Smartphone-Historie Samsungs im Heimatmarkt übertraf.
In Europa setzte Samsung eigene Bestmarken: Die Bestellungen lagen mehr als 17 % über dem bisherigen Rekord für Faltgeräte, und das Fold 8 vereinte über 40 % der regionalen Nachfrage auf sich. Zudem zählte Samsung dreimal so viele Flip-Nutzer, die auf ein Fold wechselten, wie in der vorherigen Generation. Jeder vierte US-Kunde legte außerdem eine Galaxy Watch mit in den Warenkorb.
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Counterpoint und Analysten zur Rolle von Apple
Counterpoint Research prognostiziert, dass die weltweiten Auslieferungen von Falt-Smartphones in diesem Jahr um 21 % zulegen, wobei Apple beim Debüt in dieser Gerätekategorie direkt auf einen Marktanteil von 25 % kommen soll.
Samsung würde demnach von 40 % auf 32 % zurückfallen, während Huawei bei 24 % läge und Motorola auf 8 % käme. Liz Lee, Associate Director bei Counterpoint, spricht von einer neuen Phase für Faltgeräte ab 2026 und schreibt Apple einen wesentlichen Beitrag zur wachsenden Wahrnehmung im Premiumsegment zu.
Linda Sui, Gründerin von Smart Analytics Global, argumentiert, dass sich der Wettbewerb unter den Herstellern von Falt-Smartphones vom reinen Dünnheitsrennen wegbewegt habe – hin zu einem möglichst alltäglichen, „normalen“ Smartphone-Erlebnis. Sie erwartet, dass breit aufklappbare Designs zum Branchenstandard werden, und sieht Apples Markteintritt als Beschleuniger für die Akzeptanz in den USA gegen Jahresende.
Falt-Smartphones bleiben ein teures Premium-Nischensegment
Ökonomisch bleibt das Geschäft anspruchsvoll. Samsung ruft für das Fold 8 einen Einstiegspreis von 1.899 US-Dollar und für das Fold 8 Ultra 2.099 US-Dollar auf – jeweils 100 Dollar mehr als bei den Vorgängern. Als Hauptgrund nennt der Konzern höhere Speicherchip-Preise, die durch die starke Nachfrage aus der KI-Industrie nach oben getrieben werden.
Damit kosten die Geräte nahezu das Dreifache eines klassischen Flaggschiff-Smartphones – ein Preisabstand, der Faltgeräte nach Einschätzung von Analysten weiter klar im Premiumsegment verankert.
Samsung brachte das erste Galaxy Fold 2019 auf den Markt. Die frühen Modelle litten unter sichtbaren Falten, empfindlichen Displays und dem Image einer technisch interessanten Spielerei ohne echten Alltagsnutzen. Sieben Jahre später kommen Faltgeräte global immer noch nur auf rund 20 Millionen Einheiten pro Jahr – bei insgesamt weit über einer Milliarde verkaufter Smartphones. Genau deshalb wird diesem Vorbestellzyklus deutlich mehr Bedeutung beigemessen, als es die bloßen Stückzahlen vermuten lassen.
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