Ripple‑CEO Brad Garlinghouse kritisierte Michael Saylors gehebelte Bitcoin‑Strategie (BTC), betonte jedoch, dass er für BTC weiter bullisch bleibt.
Kernpunkte:
- Garlinghouse bezeichnete Saylors gehebeltes Bitcoin‑Modell als „vernichtende Anklage“.
- Strategys STRC‑Vorzugsaktie wurde nahe 74 US‑Dollar gehandelt, etwa 26 % unter dem Nennwert.
- Ripples CEO sagte, langfristiger Kryptowert hänge von Nutzen ab, nicht von Financial Engineering.
Bitcoin-Strategie
Garlinghouse richtete seine Kritik auf Strategy und seine ewige STRC‑Vorzugsaktie, die nahe 74 US‑Dollar gehandelt wurde, als er seine Bemerkungen machte.
Dieser Kurs lag etwa 26 % unter dem Nennwert von 100 US‑Dollar für STRC, da Anleger Strategys wachsende finanzielle Verpflichtungen und die Tragfähigkeit seiner Kapitalstruktur abwogen.
Die annualisierten Dividendenzahlungen, die an STRC gekoppelt sind, sind auf rund 1,2 Milliarden US‑Dollar gestiegen, während sich das Zeitfenster für die Dividendendeckung des Unternehmens von mehr als sieben Jahren auf etwa 14 Monate verengt hat.
Strategy verkaufte Ende Mai außerdem 32 Bitcoin, um STRC‑Dividendenzahlungen zu finanzieren – das erste Mal, dass das Unternehmen BTC liquidierte, um finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Garlinghouse trennte diese Struktur von seiner grundsätzlichen Sicht auf Bitcoin und sagte, seine langfristig bullische Haltung gegenüber dem Asset habe sich nicht geändert.
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Ripple-Nutzen
Garlinghouse sagte, das Problem sei nicht Bitcoin selbst, sondern der Einsatz von Leverage, um es anzuhäufen, ohne direkten wirtschaftlichen Nutzen zu schaffen.
„Financial Engineering schafft keinen langfristigen Wert … der langfristige Wert jedes digitalen Assets wird durch Nutzen getrieben werden.“
Dieses Argument spiegelt Ripples eigene Positionierung wider, da das Unternehmen auf die XRP‑(XRP) Infrastruktur für grenzüberschreitende Zahlungen als Alternative zu schuldenfinanzierter Treasury‑Akkumulation verweist.
Ripple veröffentlichte diese Woche außerdem seinen Impact‑Bericht 2025 und erklärte, es habe im Laufe des Jahres mehr als 70 Millionen US‑Dollar gespendet und RLUSD (RLUSD) sowie die XRP‑Ledger‑Technologie in der Kreditvergabe an Kleinunternehmen, in humanitärer Hilfe und Programmen zum Zugang zu Wasser eingesetzt.
Das Unternehmen sagte, dass über 53 Millionen US‑Dollar benachteiligten Kleinunternehmern durch seine Partnerschaft mit dem Accion Opportunity Fund zugutekamen. Die Kommentare erfolgen, während die Übernahme von Bitcoin als Treasury‑Asset im Jahr 2026 zu einem zentralen Thema für Unternehmen geworden ist und Strategy mehr als 843.000 BTC hält, also rund 76 % aller Bitcoin in den Bilanzen börsennotierter Unternehmen.
Der Druck auf Strategy hat sich zudem über STRC hinaus ausgeweitet, da das Unternehmen sich seit Anfang 2026 einer Wertpapieruntersuchung gegenübersieht, was zusätzliche regulatorische Prüfung zu einem Modell hinzufügt, das bereits durch Dividendenerwartungen und Bitcoin‑bedingte Volatilität auf die Probe gestellt wird.
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