Apple setzt den Einstiegspreis für sein erstes faltbares iPhone, das iPhone Duo, auf 1.999 US‑Dollar fest und kündigt den Verkaufsstart für den 23. Oktober an – rund 100 Dollar über dem Samsung-Spitzenmodell Galaxy Z Fold 8.
Wichtigste Fakten:
- Das iPhone Duo startet bei 1.999 Dollar mit 256 GB Speicher und reicht bis 3.199 Dollar für 2 TB. Vorbestellungen sind ab dem 16. Oktober möglich.
- Samsungs Galaxy Z Fold 8 unterbietet den Preis mit 1.899 Dollar und bleibt zugleich schlanker und leichter – 4,5 mm und 201 Gramm.
- Faltgeräte stellen zwar nur rund 2,2 Prozent der weltweiten Smartphone-Stückzahlen, erwirtschaften aber fast 7 Prozent des Umsatzes.
iPhone Duo: Preis und Marktstart
Konzernchef John Ternus präsentierte das neue Gerät am Mittwoch im Steve Jobs Theater im kalifornischen Cupertino – seine erste Produkteinführung seit der Ablösung von Tim Cook. Die Speichervarianten reichen von 1.999 Dollar für 256 GB bis 3.199 Dollar für 2 TB. Vorbestellungen beginnen am 16. Oktober.
Ternus wertete bestehende Faltkonzepte als „zwei Telefone, unbeholfen aneinandergeklebt“ ab – eine Spitze gegen das Segment, das Samsung seit 2019 dominiert.
Das Duo öffnet sich von einem 5,4‑Zoll-Außendisplay zu einem 7,6‑Zoll-Innenbildschirm. Apple verzichtet auf Face ID und integriert stattdessen einen Touch-ID-Sensor im seitlichen Power-Button. Mit 5,2 mm in aufgeklapptem Zustand ist es das bislang dünnste iPhone des Konzerns.
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Galaxy Z Fold 8: Hardware im Vergleich
Samsung hat die sogenannte „Passformat“-Bauform bereits im Juli auf den Markt gebracht – und das mit weniger Masse. Das Z Fold 8 wiegt 201 Gramm und misst aufgeklappt 4,5 mm, beim iPhone Duo sind es 254 Gramm und 5,2 mm.
Beide Geräte kommen im aufgeklappten Zustand auf 7,6 Zoll Bildschirmdiagonale.
Auf dem Papier liegen die Hauptkameras dicht beieinander. Samsung setzt auf zwei 50‑Megapixel-Sensoren, während Apple zwei 48‑Megapixel-Kameras mit einer 12‑Megapixel-Linse für Center Stage und einer unter dem Innenbildschirm verborgenen FaceTime-Kamera kombiniert. Auf ein dediziertes Teleobjektiv verzichtet Apple – ein Kompromiss, den das günstigere iPhone 18 Pro nicht eingeht.
Beim Thema Robustheit sind die Unterschiede deutlicher. Das Duo ist nach IP68 zertifiziert, während das Z Fold 8 lediglich die Schutzklasse IP48 erreicht – wasserdicht, aber nur gegen Staubpartikel ab einem Millimeter Größe geschützt.
Francisco Jeronimo über den Anteil faltbarer Geräte
Francisco Jeronimo, Vizepräsident beim Marktforscher IDC, betonte, Apple sei Jahre nach den Wettbewerbern eingestiegen – setze aber dennoch sofort die Messlatte, an der sich Rivalen orientieren müssten. Besonders der chinesische Markt sei umkämpft, wo Huawei nahezu 80 Prozent der Faltgeräteverkäufe halte. Der wirtschaftliche Ertrag sei allerdings kleiner, als die mediale Aufmerksamkeit vermuten lasse.
IDC prognostiziert, dass faltbare Smartphones in diesem Jahr rund 2,2 Prozent der weltweiten Stückzahlen ausmachen und bis 2030 auf etwa 3,1 Prozent steigen.
Umsatzseitig zeichnet sich ein attraktiveres Bild ab: Faltgeräte kommen derzeit auf knapp 7 Prozent Marktanteil, bis zum Ende des Jahrzehnts werden rund 10 Prozent erwartet.
Samsung brachte das erste Galaxy Fold im September 2019 auf den Markt. Die vergangenen sieben Jahre waren geprägt von Debatten über Knicke im Display, Scharniere und hohe Preise. Nach Zahlen von Counterpoint Research hält Samsung heute knapp 40 Prozent Marktanteil im Faltsegment, Huawei kommt auf rund 30 Prozent. Apple steigt als Letzter ein – und verlangt die höchsten Preise.
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