CLARITY-Act-Senatsabstimmung könnte nach dem 4. Juli rutschen, warnt Lummis

CLARITY-Act-Senatsabstimmung könnte nach dem 4. Juli rutschen, warnt Lummis

Sen. Cynthia Lummis signalisierte, dass der Krypto-Gesetzentwurf zur Marktstruktur, der CLARITY Act, eher vor der Augustpause als bis zum 4. Juli zur Abstimmung im Senatsplenum kommen dürfte.

Zentrale Punkte:

❯ Lummis sagte, eine Abstimmung im Plenum vor dem 4. Juli sei weiterhin möglich, wirke aber wahrscheinlicher vor der Augustpause. ❯ Die Verhandler müssen noch die Bank- und Agrarausschuss-Entwürfe zusammenführen, Ethikregeln ergänzen und den GENIUS Act anpassen. ❯ Ein neues, auf Entwickler fokussiertes PAC und 160 ehemalige Sicherheitsbeamte stellten sich hinter den Gesetzentwurf.

Lummis skizziert den Zeitplan für die Abstimmung

In einem jüngsten Gespräch mit einem Krypto-Journalisten sagte Lummis Unterstützern, der Zeitpunkt für eine Abstimmung im Plenum bleibe unklar, und eine Abstimmung vor der Pause zum 4. Juli sei weiterhin möglich. „Ich halte es für möglich, aber vielleicht ist es wahrscheinlicher, dass wir vor der Augustpause fertig werden“, sagte sie.

Der Gesetzentwurf rückte diese Woche auf den Legislativkalender des Senats vor und nahm damit eine Hürde, die ihn für eine Abstimmung im Plenum zulässig macht. Mehrere Teile müssen jedoch noch zusammengefügt werden, da die Verhandler die Vorlage des Bankenausschusses mit der Version des Agrarausschusses kombinieren, Ethikbestimmungen einarbeiten und den GENIUS Act anpassen. Die 60 Stimmen für den Cloture-Antrag könnten länger dauern, als es das Ziel 4. Juli vorsieht.

Der Wettbewerb um Plenumszeit ist hart. Der Gesetzentwurf konkurriert mit Haushaltsversöhnung, der Verlängerung von Überwachungsbefugnissen und einem vom Repräsentantenhaus verabschiedeten Wohnungsbaupaket. Diese dicht gefüllte Agenda lässt nur ein enges Zeitfenster vor der Sommerpause.

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Die Branche stellt sich hinter den Gesetzentwurf

Die externe Unterstützung ist schnell gewachsen. Ein neues Political Action Committee namens Defend Developers wurde am Mittwoch gegründet und bezeichnet sich als erste Gruppe, die sich ausschließlich auf rechtlichen Schutz für Blockchain-Entwickler und DeFi-Builder konzentriert. Unabhängig davon unterzeichneten 160 ehemalige nationale Sicherheits-, Geheimdienst- und Strafverfolgungsbeamte einen Brief der Blockchain Association, der die politischen Entscheidungsträger auffordert, den Gesetzentwurf voranzubringen.

Für US-Unternehmen steht viel auf dem Spiel. Der CLARITY Act würde die Aufsicht zwischen SEC und CFTC aufteilen und damit die seit Langem gesuchte Grenze ziehen, welche Behörde welche digitalen Vermögenswerte reguliert. Außerdem würden Bitcoin (BTC) und Ether (ETH) als Rohstoffe statt als Wertpapiere behandelt.

Analysten bleiben beim Zeitplan vorsichtig. Galaxy Research schätzte die Chancen für eine Verabschiedung in diesem Jahr auf etwa 75 %. Eine realistische Unterzeichnung wirkt eher Anfang August wahrscheinlich, wodurch das 4.-Juli-Ziel des Weißen Hauses ambitioniert bleibt.

Lummis hat in den vergangenen Wochen ihre Kolleginnen und Kollegen öffentlich unter Druck gesetzt. Sie warnte, dass andere Länder den globalen Standard für digitale Vermögenswerte setzen könnten, falls Washington nicht handele. Der Bankenausschuss billigte den Gesetzentwurf im Mai mit 15 zu 9 Stimmen – ein überparteiliches Ergebnis, das der Initiative neuen Schwung für den Sommer verlieh.

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