Ethereum-Wal zieht 19,5 Mio. Dollar von Kraken ab – Analysten uneins über Trend

A sharp Ethereum rally sends ETH toward $2,500 after spot volume reportedly climbs 400% (Image: Shutterstock)
A sharp Ethereum rally sends ETH toward $2,500 after spot volume reportedly climbs 400% (Image: Shutterstock)

Ein Ethereum-(ETH)-Großinvestor hat innerhalb von 24 Stunden 10.300 ETH im Wert von rund 19,5 Mio. US‑Dollar von Kraken abgezogen und einen Teil der Bestände anschließend ins Staking verschoben.

Zentrale Punkte:

  • Eine beobachtete Wallet zog in zwei Transaktionen 10.300 ETH von Kraken ab und hinterlegte 2.020 ETH im Beacon Deposit Contract.
  • Ether notierte am Dienstag bei rund 1.899 US‑Dollar und scheiterte erneut am Widerstand bei 1.960,50 US‑Dollar.
  • Analysten sind uneins: Die eine Seite peilt bei Ausbruch 2.030 US‑Dollar an, die andere rechnet vorher mit einem Rücklauf auf 1.715 US‑Dollar.

Ethereum-Wal leert Position auf Kraken

Die mit 0x8447 gekennzeichnete Wallet hat laut der Blockchain-Analysefirma Arkham Intelligence am Montag zunächst 5.300 ETH im Wert von knapp 9,98 Mio. US‑Dollar von der Börse abgezogen. Eine zweite Überweisung über 5.000 ETH im Gegenwert von rund 9,53 Mio. US‑Dollar folgte im Verlauf des nächsten Handelstages und setzte damit ein Abzugsmuster fort, das bereits seit Wochen zu beobachten ist. Zusammengenommen verschwanden so rund 19,5 Mio. US‑Dollar in Ether aus den Orderbüchern von Kraken.

Dieselbe Adresse hat anschließend 2.020 ETH im Wert von etwa 3,84 Mio. US‑Dollar über den Beacon Deposit Contract von Ethereum gestakt und damit dieses Volumen auf absehbare Zeit dem Spotmarkt entzogen – solange der Validator aktiv bleibt. Aus den Daten von Etherscan geht hervor, dass die Wallet bereits im Vormonat rund 357 ETH von der Börse abgezogen und davon 224 ETH gebunden hatte. Der aktuelle Aufbau setzt diese schrittweise Akkumulation fort.

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Ted Pillows fokussiert den Ausbruch über 1.960 US‑Dollar

Ether ist am 17. August um fast 2 % gestiegen und lag am Dienstag bei rund 1.899 US‑Dollar – weiterhin knapp unter der Marke von 1.960,50 US‑Dollar, die seit Ende Juli jede Rallye begrenzt. Analyst Ted Pillows sieht den Aufwärtstrend intakt und verortet die maßgebliche Ausbruchszone zwischen 1.945 und 1.960 US‑Dollar. Ein bestätigter Tagesschluss oberhalb dieses Korridors würde seiner Einschätzung nach den Weg in Richtung 2.030 US‑Dollar freimachen – ein Ziel, das nur knapp über dem fallenden 200‑Tage‑Durchschnitt bei etwa 2.009 US‑Dollar liegt.

Analyst Merlijn The Trader vertritt dagegen die Gegenposition. Seinen Followern gegenüber erklärte er, er erwarte zunächst einen Rücksetzer in Richtung 1.715 US‑Dollar, bevor eine neue Expansion einsetze. Er verweist auf ein ähnliches Setup im Juni, das damals einen kräftigen Rebound ausgelöst hatte.

Am Derivatemarkt spiegelt sich die Zuversicht der Spotkäufer bislang nur eingeschränkt wider. Zwar bleibt die Finanzierungsrate für Ethereum mit 0,003827 positiv, doch sie ist binnen eines Tages um 53,53 % eingebrochen – ein Signal, dass gehebelte Long-Positionen ausgedünnt werden, obwohl der Kurs sich hält. Die kumulierte Volumen-Delta über 90 Tage spricht jedoch weiterhin für überwiegend aggressive Käufer.

Angebotssituation und Kursschwankungen bei Ethereum

Auch Unternehmensbilanzen absorbieren zunehmend Angebot. BitMine Immersion Technologies hat in der vergangenen Woche 9.926 ETH zugekauft und seinen Bestand damit auf mehr als 5,8 Mio. ETH erhöht – rund 4,8 % des zirkulierenden Angebots, von dem nahezu 87 % gestakt sind.

Seit Ende Juli pendelt Ether in einer Spanne zwischen etwa 1.850 und 1.960 US‑Dollar. Der tägliche RSI von 53,96 signalisiert, dass der Markt noch weit von einem überkauften Zustand entfernt ist. Der Token hatte im Juni bei rund 1.530 US‑Dollar seinen Boden gefunden und seither eine Serie höherer Tiefs etabliert, die von den Käufern verteidigt wird. Dennoch notiert Ether noch rund 45 % unter seinem Hoch von 2026 – ein Grund, warum jeder Anlauf an die 1.960‑US‑Dollar‑Marke als entscheidender Stresstest dafür gilt, ob die im Juni gestartete Erholung weiter trägt.

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Mehjabeen Arsiwala

Mehjabeen Arsiwala ist Journalistin und berichtet über Krypto-Nachrichten, DeFi, Börsen, Trading und Marktanalysen. In den vergangenen drei Jahren hat sie sich auf die Trends und Narrative konzentriert, die die Märkte für digitale Vermögenswerte prägen – von Kursbewegungen und Prognosen bis hin zu Entwicklungen an Börsen und On-Chain-Signalen. Sie ist auf klare Berichterstattung spezialisiert, die den Leserinnen und Lesern hilft zu verstehen, was am Markt geschieht und warum es wichtig ist.

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