Ledger erwägt einen Börsengang an der New York Stock Exchange, der den französischen Hardware-Wallet-Hersteller auf über 4 Milliarden Dollar bewerten könnte – fast das Dreifache des Werts von 2023.
Ledger holt Goldman Sachs und Jefferies an Bord
Das in Paris ansässige Unternehmen hat Goldman Sachs, Jefferies und Barclays engagiert, um das Interesse an einem möglichen Börsengang im Jahr 2026 auszuloten.
Ledger wurde 2014 gegründet und zuletzt 2023 in einer Finanzierungsrunde unter Führung von True Global Ventures und 10T Holdings mit 1,5 Milliarden Dollar bewertet.
CEO Pascal Gauthier brachte im November erstmals einen US-Börsengang ins Spiel. „Das Geld für Krypto sitzt heute in New York, nirgendwo sonst auf der Welt – ganz sicher nicht in Europa“, sagte er damals.
Seitdem hat das Unternehmen ein New Yorker Büro eröffnet und den ehemaligen Circle-Manager John Andrews als CFO eingestellt. Ledger gibt an, mehr als 7 Millionen Geräte verkauft zu haben und inzwischen Krypto-Vermögenswerte von Kundinnen und Kunden im Wert von über 100 Milliarden Dollar zu sichern, wobei der Umsatz 2025 im dreistelligen Millionenbereich liegen soll.
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Welle von Krypto-Börsengängen nimmt Fahrt auf
Die Pläne folgen auf das NYSE-Debüt von BitGo im Januar mit einer Bewertung von 2 Milliarden Dollar, das weiteren Verwahrern den Weg ebnete.
Auch Kraken, Consensys und Bithumb streben Börsengänge an. Analysten sehen darin ein Zeichen, dass zunehmend Infrastrukturunternehmen – nicht nur Börsen – institutionelles Kapital anziehen.
Gauthier dämpfte im März die Erwartungen und sagte Bloomberg, das Unternehmen habe „keine unmittelbaren Pläne“ für einen Börsengang, nachdem ein Sekundärverkauf von Aktien über 50 Millionen Dollar abgeschlossen worden war. „Meine Aufgabe ist es, das Unternehmen auf alle Eventualitäten vorzubereiten“, erklärte er.
Die vorsichtige Haltung von Ledger folgt auf ein Jahr 2025, in dem Rekord-Diebstähle im Kryptobereich immer mehr Nutzerinnen und Nutzer zur Selbstverwahrung trieben; Chainalysis schätzt die Verluste durch Betrugsmaschen auf über 17 Milliarden Dollar. Vor diesem Hintergrund ist die Nachfrage nach Hardware-Wallets gestiegen, auch wenn Ledger einen Börsengang weiterhin als Option und nicht als festen Termin betrachtet.
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