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Kryptomarktstruktur-Gesetz steht vor Juli‑Frist, während Trump Banken unter Druck setzt und der Senat blockiert

Kryptomarktstruktur-Gesetz steht vor Juli‑Frist, während Trump Banken unter Druck setzt und der Senat blockiert

Das US-Gesetz zur Struktur des Kryptowährungsmarktes steht vor einem engen legislativen Zeitfenster. Eine erfahrene Politikexpertin aus Washington warnt, dass der Juli die letzte realistische Frist ist, bevor die Initiative bis nach den Zwischenwahlen im November zu scheitern droht.

Die Einschätzung kam, als Präsident Donald Trump die Banken am Dienstag öffentlich dafür angriff, dass sie die Gesetzgebung blockieren, und die Polymarket‑Wahrscheinlichkeit für eine Verabschiedung im Jahr 2026 auf rund 85 % stieg.

Bei dem betreffenden Gesetz handelt es sich formell um den „Digital Asset Market Clarity Act“, der im Juli 2025 mit 294 zu 134 Stimmen vom Repräsentantenhaus verabschiedet wurde. Er steckt weiterhin im Senat fest, der zwischen konkurrierenden Entwürfen der Bank- und der Agrarausschüsse gespalten ist.

Der Ertrag auf Stablecoins ist der zentrale Streitpunkt: Banken warnen, dass die Erlaubnis für Kryptowährungsbörsen, Zinsen auf Stablecoin‑Bestände zu zahlen, zu Einlagenabflüssen von bis zu 6,6 Billionen Dollar führen könnte, während die Kryptobranche argumentiert, diese Praxis sei bereits im letztjährigen GENIUS Act erlaubt worden.

Was passiert ist

Kristin Smith, Präsidentin des Solana Policy Institute und frühere Leiterin der Blockchain Association, sagte diese Woche gegenüber Fortune, dass der Bankenausschuss des Senats im März oder April einen Markup voranbringen müsse, damit der Gesetzentwurf bis Juli zur Abstimmung im Plenum gelangt.

Eine Verfehlung dieses Datums würde das nächste Zeitfenster in den Herbst verschieben, wobei die Zwischenwahlsaison den Kalender weiter einengt.

Der Agrarausschuss des Senats brachte seinen gleichlautenden Entwurf im Januar mit 12 zu 11 Stimmen entlang der Parteilinien voran, doch der Bankenausschuss verschob sein eigenes Markup, nachdem Coinbase‑CEO Brian Armstrong seine Unterstützung zurückgezogen hatte und die Beschränkungen für Stablecoin‑Erträge im Entwurf kritisierte. Die informelle Frist des Weißen Hauses vom 1. März verstrich ohne Lösung.

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Warum es wichtig ist

Smith identifizierte die Einbindung des Weißen Hauses als den entscheidenden Faktor, der diesen Versuch von früher gescheiterten Anläufen unterscheidet.

Krypto‑Berater David Sacks und Mitarbeiter Patrick Witt vermitteln persönlich zwischen Kryptounternehmen und Bankenlobbyisten, während traditionelle Finanzinstitute erstmals in die Verhandlungen eingestiegen sind, entweder um ihre Wettbewerbsinteressen zu schützen oder um die endgültigen Bedingungen des Gesetzes mitzugestalten.

Am Dienstag schrieb Trump auf Truth Social, die Banken hielten den Clarity Act „als Geisel“, und warnte, regulatorische Untätigkeit werde die Branche nach China treiben. Senatorin Elizabeth Warren (D‑Mass.) bleibt ein strukturelles Hindernis: Ihre Opposition als ranghöchste Demokratin im Bankenausschuss blockiert das taktische Verfahren, das Gesetz an eine „Must‑pass“‑Vorlage anzuhängen.

Die demokratischen Senatoren Chuck Schumer (N.Y.) und Ruben Gallego (D‑Ariz.) haben ihre Unterstützung bekundet, doch eine parteiübergreifende Einigung ist bisher nicht zustande gekommen.

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