Ethereum bleibt von Börsen fern, während Fidelity 499,55 Mio. $ in neuen Wallets parkt

Institutional Ethereum flows stayed heavy as Fidelity reshuffled wallets, Bitmine added ETH and prices slid under $1,900. (Image: Shutterstock)
Institutional Ethereum flows stayed heavy as Fidelity reshuffled wallets, Bitmine added ETH and prices slid under $1,900. (Image: Shutterstock)

Wallets mit Verbindungen zu Fidelity haben in dieser Woche 260.000 Ethereum (ETH) im Gegenwert von 499,55 Millionen US-Dollar in drei Adressen verschoben – ein weiterer Hinweis auf rege institutionelle Aktivität.

Wichtigste Punkte:

  • Fidelity-nahe Wallets schickten 260.000 ETH in drei Adressen, die der Vermögensverwalter bereits vor rund sechs Monaten kapitalisiert hatte – aufgeteilt in Tranchen von 95.000, 87.000 und 78.000 Token.
  • Keine der empfangenden Adressen leitete Coins an eine Börse weiter – ein Muster, das eher auf Umschichtungen in der Verwahrung als auf Verkaufsabsichten hindeutet.
  • Eine Bitmine-zugeordnete Wallet kaufte im selben Zeitraum 10.460 ETH im Wert von 19,48 Millionen US-Dollar über FalconX.

Fidelity verschiebt ETH in drei inaktive Wallets

Der On-Chain-Analysedienst Onchain Lens hat die Transaktion markiert, und Daten von Arkham zeigen, dass die Coins in drei Adressen landeten, die Fidelity bereits vor etwa sechs Monaten selbst finanziert hatte. Der Asset-Manager teilte die Summe in Tranchen von 95.000 ETH, 87.000 ETH und 78.000 ETH auf. Keine der drei empfangenden Wallets hat bislang Coins an eine Handelsplattform weitergeleitet.

Genau dieses Detail ist für die Einordnung entscheidend. Zuflüsse auf Einzahlungsadressen von Börsen sind häufig ein Vorbote von Verkäufen; Verschiebungen zwischen Adressen desselben Eigentümers deuten hingegen meist auf reine Verwahrungs- und Risikomanagement-Maßnahmen hin – nicht auf einen Strategiewechsel.

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Bitmine und SharpLink stocken ihre Ethereum-Bestände weiter auf

Onchain Lens registrierte zudem Käufe einer Wallet, die es Bitmine zuordnet: 10.460 ETH im Wert von 19,48 Millionen US-Dollar über den institutionellen Broker FalconX. Das Treasury-Unternehmen meldete am 26. Juli Bestände von 5.787.414 ETH. Damals lag der Kurs bei 1.948 US-Dollar pro Token, entsprechend rund 4,8 % des zirkulierenden Angebots. Rund 85 % dieser Position sind gestakt, mit erwarteten Jahreserträgen von knapp 299 Millionen US-Dollar.

Aufsichtsratschef Tom Lee verfolgt das Ziel, 5 % aller im Umlauf befindlichen Ethereum zu halten. Bitmine kauft seit Juni 2025 jede Woche ETH zu. Er verwies zuletzt auf ein Dreimonatshoch im Verhältnis von ETH zu Bitcoin (BTC) als Signal für robustere Kryptopreise. Zudem hat das Unternehmen allein in diesem Monat 11,6 Millionen eigener Aktien zurückgekauft.

Beim konkurrierenden Treasury SharpLink Gaming stellt sich die Lage deutlich schwieriger dar. Nach einer achtmonatigen Pause nahm das Unternehmen Ende Juni seine Käufe wieder auf und erwarb innerhalb von drei Tagen 39.196 ETH, womit sich die Bestände auf 876.285 Token erhöhten. Der durchschnittliche Einstiegskurs liegt bei rund 3.609 US-Dollar – damit liegt die gesamte Position auf dem aktuellen Kursniveau mit mehr als einer Milliarde Dollar im Minus.

Ethereum-Kurs tut sich schwer unterhalb von 1.900 $

ETH ist unter die Marke von 1.900 US-Dollar gefallen und notierte zum Wochenausklang bei rund 1.883 US-Dollar, nachdem es den Käufern erneut nicht gelungen war, die psychologisch wichtige Schwelle von 2.000 US-Dollar nachhaltig zu überwinden.

Eine straffere Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve und nachlassende Zuflüsse in Spot-Ethereum-Produkte bremsen die Rally. Aus technischer Sicht rückt damit die Unterstützungszone um 1.873 US-Dollar in den Fokus.

Im gesamten Jahr 2026 handelt Ethereum deutlich unter früheren Höchstständen. Der Token ist von rund 3.120 US-Dollar Anfang Januar bis auf ein Juni-Tief von etwa 1.450 US-Dollar abgerutscht, bevor er sich im Juli erholte und ein Zehnwochenhoch bei knapp 1.948 US-Dollar erreichte. Trotz dieser Erholung notiert die zweitgrößte Kryptowährung immer noch bei etwa der Hälfte ihres Niveaus vor einem Jahr.

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Mehjabeen Arsiwala

Mehjabeen Arsiwala ist Journalistin und berichtet über Krypto-Nachrichten, DeFi, Börsen, Trading und Marktanalysen. In den vergangenen drei Jahren hat sie sich auf die Trends und Narrative konzentriert, die die Märkte für digitale Vermögenswerte prägen – von Kursbewegungen und Prognosen bis hin zu Entwicklungen an Börsen und On-Chain-Signalen. Sie ist auf klare Berichterstattung spezialisiert, die den Leserinnen und Lesern hilft zu verstehen, was am Markt geschieht und warum es wichtig ist.

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