Der renommierte chinesische Kryptowährungshändler und Analyst Garret Bullish argumentiert, dass Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) nicht anderen Risikoanlagen hinterherhinken aufgrund von Makrofaktoren, sondern wegen interner Marktdynamiken, darunter Deleveraging‑Zyklen, vom Einzelhandel dominierter Handel und das, was er als gezielte Kursmanipulation durch Börsen und spekulative Fonds bezeichnet.
Was passiert ist: Analyst macht Marktmanipulation verantwortlich
Bullish legt in einer diese Woche veröffentlichten, detaillierten Marktanalyse dar, dass der rücksetzungsartige Einbruch im Oktober einen Großteil des spekulativen Kapitals ausgelöscht habe, wodurch Krypto‑Teilnehmer nervös und extrem empfindlich gegenüber Abwärtsrisiken geworden seien.
Der Analyst verweist auf mehrere strukturelle Probleme, die die beiden größten Kryptowährungen bremsen.
Das Kapital aus dem Einzelhandel ist von KI-bezogenen Aktien absorbiert worden, die in China, Japan, Korea und den Vereinigten Staaten stark steigen, ebenso wie von einer Rallye bei Edelmetallen.
Die Umlenkung von Kapital aus dem traditionellen Finanzsystem in Krypto stößt nach wie vor auf regulatorische, operative und psychologische Hürden.
Bullish kritisiert insbesondere bestimmte Marktverhaltensweisen, die er als Manipulation einstuft. „Wir beobachten häufig konzentrierte Abverkäufe in Phasen dünner Liquidität, insbesondere wenn asiatische oder US‑Investoren schlafen“, schrieb er und merkte an, dass diese Bewegungen Liquidationen und erzwungene Verkäufe unter Privathändlern auslösen, die mit einem Hebel von 10‑ bis 20‑fach agieren.
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Warum es wichtig ist: Langfristiger Ausblick bleibt bullisch
Der Analyst betont, dass die kurzfristige Underperformance eher eine Rückkehr zum Mittelwert innerhalb eines längeren historischen Zyklus als ein Ausdruck fundamentaler Schwäche darstellt.
Über einen Zeitraum von sechs Jahren seit dem 12. März 2020 haben sowohl BTC als auch ETH die meisten Anlageklassen übertroffen, wobei ETH der stärkste Performer war.
Bullish vergleicht den aktuellen Kryptomarkt mit dem Deleveraging-Umfeld der chinesischen A-Aktien im Jahr 2015, dem ein mehrjähriger Bullenmarkt mit niedrigen Bewertungen und lockereren monetären Bedingungen folgte.
Er argumentiert, dass sich verbessernde makroökonomische Bedingungen – einschließlich regulatorischer Klarheit durch Initiativen wie den Clarity Act, der aktiven Förderung des On‑Chain‑Aktienhandels durch SEC und CFTC sowie einer lockereren Geldpolitik durch Zinssenkungen und das Ende des Quantitative Tightening – eine spätere Erholung unterstützen. Ohne nennenswerte neue Kapitalzuflüsse oder die Rückkehr einer Fear‑of‑Missing‑Out‑Stimmung, so Bullish, könne das bestehende Kapital die derzeitige Marktmanipulation jedoch nicht ausgleichen.
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