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Bitwise-CIO sagt, Prognosemärkte seien das Reg FD des Krypto-Zeitalters

Bitwise-CIO sagt, Prognosemärkte seien das Reg FD des Krypto-Zeitalters

Bitwise-Chief Investment Officer Matt Hougan stellte den wachsenden Konsens in Frage, dass Layer‑1‑Blockspace zu einer Ware geworden sei. Er argumentierte, dass institutionelles Kapital nach wie vor stark auf eine Handvoll Netzwerke konzentriert ist, angeführt von Ethereum (ETH) und Solana (SOL). Zugleich machte er geltend, dass kryptobasierte Prognosemärkte wie Polymarket eher als demokratisierende Kraft fungieren denn als Vehikel für Insider‑Vorteile.

Was geschah: Institutioneller Fokus widerspricht Waren‑Narrativ

Hougan stellte am 22. Februar in einem Beitrag klar, dass es eine „zunehmende Sicht in Krypto gibt, dass L1‑Blockspace eine Ware ist“. Wäre die Infrastruktur tatsächlich vollständig kommodifiziert, so argumentierte er, würden Kapital und Entwicklung gleichmäßiger über viele Chains verteilt. Das sei aber nicht der Fall.

Der Bitwise‑Manager wies darauf hin, dass die überwältigende Mehrheit der institutionellen Aufbauarbeit sich auf sehr wenige Netzwerke konzentriert. „Im Grunde genommen null Interesse daran, auf der zwanzigstgrößten L1 zu bauen“, schrieb er.

Die heutigen niedrigen Transaktionsgebühren führt er nicht auf Kommodifizierung zurück, sondern auf überdimensionierte Kapazitäten.

„Top‑Tier‑L1s haben mehr Bandbreite gebaut, als der Markt im Moment nutzen kann, daher sind die Gebühren im Keller“, sagte Hougan.

Dieses Überangebot könnte jedoch nicht von Dauer sein. „Die eigentliche Frage ist, was passiert, wenn die Nachfrage skaliert, während Stablecoins/Tokenisierung/DeFi in die Billionen wachsen“, fügte er hinzu. „Ich bin mir nicht sicher, ob wir die Antwort schon kennen.“

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Warum es wichtig ist: Machtverteilung verschiebt sich

Hougan ging außerdem auf Bedenken zum Insiderhandel in Prognosemärkten ein und stellte sie als das Gegenteil dessen dar, was Kritiker behaupten. „Prognosemärkte sind eine marktbasiierte Erweiterung von Reg FD und versetzen uns alle auf ein gleiches Spielfeld“, schrieb er unter Verweis auf Regulation Fair Disclosure, die Regel, die selektive Weitergabe wesentlicher Informationen an bevorzugte Investoren verhindern soll.

Er merkte an, dass Hedgefonds sich schon lange Vorteile in entscheidenden Gesetzgebungsphasen verschaffen, indem sie Lobbyisten und Berater anheuern, die auf dem Capitol Hill private Informationen einsammeln.

Plattformen wie Polymarket ermöglichen es nun Privatanlegern, die Live‑Quoten für Ereignisse wie die mögliche Verabschiedung des Clarity Act zu verfolgen.

„Für liquide Märkte sind diese Quoten wahrscheinlich so gut oder besser als alles, was der Lobby‑Komplex liefern kann“, sagte Hougan. Er räumte ein, dass eine entschlossene Überwachung von Insiderhandel in Prognosemärkten weiterhin notwendig sei, betonte aber, dass die Gesamtauswirkung „dramatisch positiv und egalitär“ sei.

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