Circle hat das öffentliche Mainnet seiner Blockchain Arc freigeschaltet. Netzwerkgebühren werden in USDC (USDC) bezahlt, elf Finanz- und Zahlungsriesen – darunter BlackRock, Visa und Mastercard – treten als Gründungs‑Validatoren auf.
Wichtigste Punkte:
- Arc ist seit dem 16. September live – mit über 100 Anträgen für neue Anwendungen und mehr als 100 institutionellen Entwicklern.
- Netzwerkgebühren werden in USDC beglichen, Transaktionen finalisieren in unter einer Sekunde.
- Zum Kreis der Start‑Validatoren zählen Vermögensverwalter, Kartennetzwerke und Marktplattformen.
Arc-Mainnet von Circle geht live
Circle hat den Start am Mittwoch bekanntgegeben und Arc als offene Layer‑1‑Blockchain beschrieben, ausgelegt auf Kapitalmärkte, Echtzeit-Zahlungsverkehr und durch Software-Agenten gesteuerte Transaktionen. Bereits zum Start lagen mehr als 100 Bewerbungen für Anwendungen vor, darunter Aave V4, Morpho und Uniswap. Parallel stießen über 100 institutionelle und ökosphärennahe Partner hinzu.
Die Kette unterstützt den Ethereum Virtual Machine‑Standard; bestehende Solidity‑Smart‑Contracts lassen sich damit ohne Codeänderung deployen. Die Abwicklung ist in weniger als einer Sekunde endgültig. Arc unterstützt mehr als 20 fiat-besicherte Stablecoins, darunter den an den Euro gekoppelten EURC (EURC), und ist über Circle’s Cross‑Chain‑Transfer‑Protokoll mit mehr als 20 weiteren Blockchains verbunden. Tokenisierte Sicherheiten stehen vom ersten Tag an zur Verfügung, darunter BlackRocks BUIDL‑Fonds sowie Circles eigener USYC.
Circle hat den Validatoren‑Kreis bereits am 5. August benannt und zu BlackRock, Visa und Mastercard noch DTCC, ICE, Standard Chartered, MoneyGram, Galaxy, SBI Group, Sumitomo Corporation und Worldpay hinzugefügt. Das Validatorenset ist permissioned: Ein fest definierter Kreis regulierter Unternehmen erzeugt die Blöcke – im Gegensatz zu den offenen Validatorenmärkten, die die meisten Public Chains absichern.
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Jeremy Allaire setzt strategisches Signal
Jeremy Allaire, Mitgründer und CEO von Circle, bezeichnete Arc als „den bedeutendsten Produktstart in der Geschichte von Circle seit USDC“. Der Stablecoin befinde sich inzwischen mit mehr als 74 Milliarden US‑Dollar im Umlauf – zugleich ist er die Währung, in der sämtliche Gebühren im neuen Netzwerk ausgewiesen werden.
Gebühren in einem Dollar‑Stablecoin erlauben es Treasury‑Abteilungen, Kosten planbar in der eigenen Referenzwährung zu budgetieren, ohne Kursrisiken eines volatilen Netzwerktokens tragen zu müssen. Circle peilt Transaktionskosten von rund einem US‑Cent an und gibt an, dass USDC bereits 98,8 % des agentengetriebenen Volumens stellt. Banken wie BNY, HSBC und State Street erhalten zum Start Zugang, während Binance, Kraken und OKX den Handel ermöglichen.
Timing und Marktumfeld waren allerdings schwierig: Arc ging einen Tag, nachdem der US‑Senat am Vorstoß zum CLARITY‑Gesetz gescheitert war, live – die Unsicherheit über die künftige Marktstruktur in den USA bleibt damit bestehen. Die Circle‑Aktie verlor am Mittwoch rund 7 %.
Arc-Testnet und Tokenversorgung
Das öffentliche Arc‑Testnet ist seit Oktober 2025 online und hat nach Unternehmensangaben inzwischen mehr als 700 Millionen Transaktionen verarbeitet – ein deutlicher Anstieg gegenüber den 502 Millionen Transaktionen, die im Q2‑Bericht per 30. Juni ausgewiesen wurden. Zugleich hat Circle in dieser Woche die gesamte geplante Menge von 10 Milliarden ARC‑Token geprägt.
Das Unternehmen betont, dass die Emission ausdrücklich keine Zusage für einen öffentlichen Token‑Launch darstellt; ARC wird derzeit nicht gehandelt.
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