Die kombinierte Marktkapitalisierung der 12 größten Stablecoins ist in den vergangenen 10 Tagen um rund 2,24 Milliarden US‑Dollar gefallen, da Investoren Kapital in traditionelle sichere Häfen wie Gold und Silber umschichteten.
Was passiert ist: Stablecoin-Abflüsse
Das On-Chain-Analyseunternehmen Santiment tracked einen Netto-Rückgang der Stablecoin-Marktkapitalisierung durch seine On-Chain- und Marktdatenanalyse und stellte die Bewegung als Kapitalabfluss aus dem Kryptowährungs-Ökosystem dar, statt als Rotation zwischen digitalen Vermögenswerten. Das Stablecoin-Angebot sinkt, wenn Nutzer ihre Bestände zurück in Fiatwährungen einlösen.
Die Abflüsse fielen mit neuen Höchstständen an den Edelmetallmärkten zusammen.
Gold erreichte ein Rekordhoch von über 5.000 US‑Dollar am Montag, da zunehmende Handelskonflikte und die Sorge vor einem möglichen Shutdown der US-Regierung Investoren in das Edelmetall trieben, während Bitcoin (BTC) auf ein Fünfwochentief nahe 86.000 US‑Dollar fiel, was die Divergenz zwischen zwei Vermögenswerten vertiefte, die oft als Wertspeicher verglichen werden.
Zum Kontext: Der globale Stablecoin-Markt erreichte kürzlich ein Rekordhoch von über 311 Milliarden US‑Dollar und liegt laut DeFiLlama-Daten, auf die sich Decrypt cited beruft, aktuell bei rund 309 Milliarden US‑Dollar.
Das bedeutet, dass der derzeit von Santiment beobachtete Rückgang moderat ist, aber die Richtung entscheidend bleibt.
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Warum es wichtig ist: Risiko-Aversion-Signal
Stablecoins dienen als wichtigste Basiswährung für den Handel und für Decentralized Finance, wodurch das Gesamtangebot ein Indikator für das im Krypto-System positionierte Kapital ist. Santiment stellte fest, dass starke Erholungen in früheren Zyklen erst begannen, nachdem die Stablecoin-Marktkapitalisierungen aufgehört hatten zu fallen und wieder anzusteigen begannen.
Das Unternehmen hob zudem hervor, dass ein schrumpfendes Stablecoin-Angebot Altcoins tendenziell stärker belastet als Bitcoin, da kleinere Token stärker auf spekulative Zuflüsse und geringere Liquidität angewiesen sind. Daten von CoinShares-Fonds zeigten ungefähr $1,73 Milliarden an Nettoabflüssen aus Krypto-Investmentprodukten in nur einer Woche, angeführt von Bitcoin- und Ethereum-(ETH)‑ETFs.
Tether baut zudem physische Goldbestände auf und hat adding im vierten Quartal 2025 rund 27 Tonnen erworben. Dieser Schritt unterstreicht das breitere Bild, dass krypto-nahes Kapital Sicherheit in Sachwerten sucht, statt erneut in Risikoanlagen zu gehen.
Ein fallender Stablecoin-Bestand in Kombination mit Fondsabflüssen stellt ein klassisches Risiko-Aversion-Muster dar, das typischerweise defensive Positionierung gegenüber aggressiver Spekulation begünstigt.
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