Bloomberg Intelligence-Makrostratege Mike McGlone warnte, dass Bitcoin (BTC) auf 10.000 $ fallen und möglicherweise eine US‑Rezession signalisieren könnte, da die Schwäche des Kryptowährungsmarktes mit hohen Aktienbewertungen zusammenfällt.
Der Analyst argumentierte, dass die „Buy-the-Dip“-Mentalität nach 2008 zu Ende gehen könnte.
McGlone verwies darauf, dass die Marktkapitalisierung des US‑Aktienmarktes im Verhältnis zum BIP ihren höchsten Stand seit ungefähr einem Jahrhundert erreicht hat, während die 180‑Tage‑Volatilität im S&P 500 und Nasdaq auf dem niedrigsten Stand seit acht Jahren liegt.
Er beschrieb den Kryptomarkt als „implodierend“, während Gold und Silber mit einer Geschwindigkeit steigen, die zuletzt vor etwa 50 Jahren zu beobachten war.
Marktvergleich und Abwärtsziele
McGlone teilte ein Diagramm, das Bitcoin geteilt durch 10 mit dem S&P 500 vergleicht, wobei beide am 13. Februar unter 7.000 lagen. Er deutete an, dass Bitcoin das aktuelle Niveau nicht halten könne, falls die breiteren Aktienmärkte schwächer werden.
Der Bloomberg-Analyst identifizierte 5.600 Punkte im S&P 500 als erste Rückkehrmarke, was in seinem Modell ungefähr 56.000 $ für Bitcoin entspricht.
Sein langfristiges Basisszenario sieht vor, dass Bitcoin in Richtung 10.000 $ zurückkehrt, abhängig von einem Höhepunkt an den US‑Aktienmärkten.
Bitcoin fiel am Montag unter 68.000 $, nachdem die Marke von 70.000 $ am Wochenende kurz getestet worden war. Die Kryptowährung ist damit fast 50 % von ihrem Oktober‑2025‑Hoch von über 126.000 $ zurückgegangen.
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Gegenargumente und ETF-Daten
Jason Fernandes, Mitbegründer von AdLunam, widersprach McGlones These und nannte sie eine „falsche Gleichsetzung und Einpfad-Voreingenommenheit“. Fernandes sagte gegenüber CoinDesk, dass Märkte Übertreibungen durch Zeit, Rotation oder inflationsbedingte Erosion statt durch einen Kollaps abbauen können.
Ein Rückgang auf 10.000 $ würde eine „scharfe Liquiditätsverknappung, sich ausweitende Kreditspreads, erzwungene Enthebelung über Fonds hinweg und einen ungeordneten Einbruch der Aktienmärkte“ erfordern, erklärte Fernandes. Er hält ein solches Szenario ohne Kreditschock oder politischen Fehler für wenig wahrscheinlich.
Bitcoin-ETFs verzeichneten im Februar Abflüsse in Höhe von 678 Millionen $, womit sich die Rücknahmen laut DefiLlama-Daten seit November auf 6 Milliarden $ summieren. Der breitere Kryptomarkt verlor während des jüngsten Einbruchs rund 2 Billionen $ an Wert.
Finanzminister Scott Bessent sagte am Donnerstag, dass Krypto-Gesetze wie der Clarity Act das Vertrauen der Anleger wiederherstellen könnten. Institutionen wie BlackRock und Goldman Sachs erhöhen trotz Marktschwäche weiter ihr Engagement in Kryptowährungen.
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