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Standard Chartered: Regionale Banken am stärksten von Stablecoin-Umbruch bedroht

Standard Chartered: Regionale Banken am stärksten von Stablecoin-Umbruch bedroht

Standard Chartered warnte am Dienstag, dass US‑Regionalbanken bis 2028 Einlagen in Höhe von 500 Milliarden US‑Dollar verlieren könnten, falls Kryptowährungs‑Stablecoins die prognostizierte Marktkapitalisierung von 2 Billionen US‑Dollar erreichen.

Die Analyse der Investmentbank identifies die Erosion der Nettozinsmarge als primäres Risiko für Kreditgeber, die stark von einlagenbasierten Erträgen abhängen.

Geoff Kendrick, Leiter der Digital-Asset‑Forschung bei Standard Chartered, berechnete, dass ein Drittel des Stablecoin‑Wachstums direkt aus Bankkonten in entwickelten Märkten stammen wird. Das derzeitige, an den Dollar gekoppelte Stablecoin‑Angebot liegt laut Daten von CoinGecko bei ungefähr 301 Milliarden US‑Dollar.

Die Projektion unterstellt, dass die derzeit im Kongress festgefahrene Marktstruktur‑Gesetzgebung letztlich verabschiedet wird. Analysten von JPMorgan haben jedoch die Schätzung von 2 Billionen US‑Dollar disputed und gehen davon aus, dass die gesamte Stablecoin‑Marktkapitalisierung bis 2028 nur 500–600 Milliarden US‑Dollar erreichen wird.

Abhängigkeit der Regionalbanken von Einlagen schafft Verwundbarkeit

Regionale US‑Banken erzielen im Vergleich zu diversifizierten nationalen Instituten oder Investmentbanken einen größeren Teil ihrer Erträge aus der Nettozinsmarge. Die Nettozinsmarge misst die Spanne zwischen den Zinserträgen aus Krediten und den Zinsen, die an Einleger gezahlt werden.

Der Bericht von Standard Chartered nannte Huntington Bancshares, M&T Bank, Truist Financial und CFG Bank als besonders exponierte Institute.

Diese Kreditgeber verfügen nicht über die diversifizierten Ertragsquellen großer Geldzentrumsbanken, die erhebliche Provisions‑ und Gebührenerträge aus Investmentbanking und Asset Management generieren.

Brian Moynihan, CEO der Bank of America, schätzte letzte Woche, dass 6 Billionen US‑Dollar an Bankeinlagen in Stablecoins abwandern könnten. Diese Summe entspricht etwa 30–35 % der gesamten Einlagen von Geschäftsbanken in den Vereinigten Staaten.

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Stablecoin‑Reserven begrenzen Recycling von Einlagen

Die Analyse von Standard Chartered untersuchte, wo Stablecoin‑Emittenten ihre Sicherungsreserven halten. Würden Emittenten ihre Reserven als Einlagen bei traditionellen Banken halten, wäre die Nettoauswirkung auf Bankeinlagen gering.

Tether (USDT) hält jedoch nur 0,02 % seiner Reserven als Bankeinlagen, während Circle (USDC) 14,5 % auf Bankkonten unterhält. Der Rest liegt in US‑Staatsanleihen und anderen liquiden Anlagen außerhalb des Bankensystems.

Diese Zusammensetzung der Reserven bedeutet, dass Einlagenabflüsse in Stablecoins nicht auf die Bankbilanzen zurückfließen werden.

Das Bank Policy Institute hat argued , dass die Zulassung von Zinszahlungen auf Stablecoins die Migration von Einlagen über die aktuellen Prognosen hinaus beschleunigen könnte.

Gesetzesdebatte verzögert Rahmen für Marktstruktur

The CLARITY Act steckt weiterhin in Senatsausschüssen fest – insbesondere wegen Bestimmungen, die Zinszahlungen auf Stablecoins einschränken.

Der Entwurf vom Januar 2026 verbietet Emittenten, Zinsen auf inaktive Stablecoin‑Bestände zu zahlen, erlaubt jedoch aktivitätsbasierte Belohnungen für Transaktionen oder die Bereitstellung von Liquidität.

Bankenverbände unterstützen das Zinsverbot und argumentieren, dass verzinste Stablecoins faktisch wie nicht versicherte Einlagen agieren. Kryptowährungsbörsen wie Coinbase lehnen Beschränkungen für Bonus‑ und Reward‑Programme ab, die erhebliche Umsätze generieren.

Standard Chartered hält an der Prognose fest, dass der Kongress bis Ende März 2026 eine Marktstruktur‑Gesetzgebung verabschieden wird. Die Bank geht davon aus, dass regulatorische Klarheit die Stablecoin‑Adoption in entwickelten Märkten beschleunigen und nicht einschränken wird.

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